KREIS GÜTERSLOH

So erleben Balver Malteser ihre Arbeit im Corona-Hotspot

Corona-Einsatz der heimischen Malteser im Kreis Gütersloh. Das Gebiet war zeitweilig Corona-Hotspot. Ausgangspunkt war der Schlachthof Tönnies.

Corona-Einsatz der heimischen Malteser im Kreis Gütersloh. Das Gebiet war zeitweilig Corona-Hotspot. Ausgangspunkt war der Schlachthof Tönnies.

Foto: Malteser

Heimische Malteser halfen bei Corona-Tests im Kreis Gütersloh, Sie kamen mit einem mulmigen Gefühl. Wie erlebten sie ihre Einsätze?

Balve/Halle (Westfalen) Die heimischen Malteser sind von ihrem Corona-Einsatz im Kreis Gütersloh zurück. Sie kamen mit einem mulmigen Gefühl – sie fuhren beruhigt.

Malteser aus Balve, Menden, Iserlohn und Werdohl gehörten zu einer Einsatzeinheit der Bezirksregierung Arnsberg namens BRA 05. Die Gruppe wurde personell aufgestockt durch Mitglieder des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB) Menden.

Die Einsatzeinheit wurde nach Angaben des Balver Malteser-Stadtbeauftragten Markus Ickler angefordert und offiziell alarmiert, um am Dienstag, 30. Juni, und Freitag, 3. Juli, im Kreis Gütersloh im Testzentrum der Stadt Halle (Westfalen) jeweils von 14 Uhr bis 22 Unterstützung zu leisten.

Die Aufgabe für die fünf teilnehmenden Malteser aus Balve bestand in der Einlass- und Abstandskontrolle von Personen, die einen Abstrich für einen freiwilligen Covid-19-Test nehmen lassen wollten. Dieser Abstrich wurde dann vor Ort von Soldaten der Bundeswehr und Helfern des ASB vorgenommen.

Professionelle Zusammenarbeit

Ein ungutes Gefühl sei es gewesen, als der Einsatz kam, erinnert sich Kristina Stadelhofer, Zugführerin der Einsatzeinheit. Mit einem Team von insgesamt 19 Leuten sollte sie in den Corona-Hotspot rund um Gütersloh fahren, um bei den Abstrichen im Testzentrum zu helfen. „Die anfänglichen Sorgen legten sich rasch. Im Testzentrum war alles super geplant und die Zusammenarbeit mit den anderen Hilfsorganisationen lief reibungslos. Mit unserer Schutzausrüstung waren wir professionell und sicher ausgestattet“, berichtet Kristina Stadelhofer. Am Freitagabend war Schluss und das Testzentrum wurde abgebaut. „Es hat alles toll geklappt. Ich bin begeistert“, schaut Stadelhofer nach den den beiden Einsätzen in Halle zurück.

Etwa 1.000 Personen ließen sich an den beiden Einsatztagen testen, die meisten brauchen das Ergebnis für den Urlaub oder den Arbeitgeber. An allen neun Tagen, in denen das Testzentrum als Servicestelle für die Stadt Halle (Westf.) betrieben wurde, sind insgesamt 4.500 freiwillige Abstriche genommen worden.

Inzwischen hat sich die Corona-Lage im Kreis Gütersloh entspannt. Entspannt haben sich auch die Helfer aus dem nördlichen Sauerland nach Einsätzen, die neben psychischer Belastung auch mit Gesundheitsgefahr verbunden waren.

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