AKTIONEN IM ADVENT

So will Balves Fachhandel das Weihnachtsgeschäft retten

Stände wird es in diesem Advent in Balves Innenstadt sicher geben. Sicher ist aber auch, dass Masken Pflicht sein werden.

Stände wird es in diesem Advent in Balves Innenstadt sicher geben. Sicher ist aber auch, dass Masken Pflicht sein werden.

Foto: Sven Paul / WP

Balve.  Spätsommer hin, Frühherbst her: Der Advent rückt näher. Aber vieles wird anders in diesem Jahr. Die Balver Werbegemeinschaft plant Alternativen zum abgesagten Weihnachtsmarkt – und orientiert sich für eine Aktion an einer beliebten Fernsehsendung.

Die Balver Werbegemeinschaft tüftelt an einer Aktion rund um die Läden in der Hönnestadt, die ein wenig Ähnlichkeit mit Guido Maria Kretzschmers TV-Format „Shopping Queen“ aufweist.

Passend zur Advents- und Weihnachtszeit, die in diesem Jahr sicher anders ablaufen wird als gewohnt und in der Balves Händlervereinigung das große Zugpferd fehlen wird. Denn der Weihnachtsmarkt ist abgesagt, eine große Menschenansammlung in der Innenstadt kann man mit geltenden Sicherheitsregeln und auch mit dem eigenen Verantwortungsgefühl nicht vereinbaren. Die gewohnte Stimmung soll aber trotzdem aufkommen, nicht nur durch die entsprechende Beleuchtung der Straßen und Plätze. Für die ohnehin gebeutelten inhabergeführten Geschäfte bleibt diese Zeit eine wichtige Einnahmequelle. Statt des einen Wochenendes mit dem Markt möchte die Werbegemeinschaft nun alle Adventswochenenden bespielen.

Mit einer Adventmeile auf der Balver Hauptstraße, wie Werbegemeinschaftschef Daniel Pütz bei der Jahreshauptversammlung die Planungen des Vorstandes erläuterte. Ein Mandelwagen wird die komplette Zeit über hier stehen, auch werktags. Daneben sollen zwei Hütten stehen, für die Vereine oder einzelne Händler.

Das Hauptaugenmerk gilt den Adventssamstagen. Verschiedenste Aktionen sind denkbar, Glühweinverkauf im kleinen Rahmen, Musikvereine, Chöre und die Drehorgel sind angefragt. Gespräche mit der Stadt laufen. „Den Weihnachtsmarkt ersetzen kann das alles sicher nicht“, sagt Pütz. Aber für etwas Atmosphäre und Umsatz könne das Angebot sorgen. Voll werden (mit Abstand natürlich) darf es gerne auch in den Geschäften an den Samstagnachmittagen im Advent, bislang eher eine Achillesferse für den Fachhandel.

Unterhaltsames Video geplant

Aber nun, wenn womöglich andere große Weihnachtsmärkte in Großstädten auch nicht locken, könnte sich die Resonanz zum positiven entwickeln, so die Hoffnung. Deshalb wies Daniel Pütz auf die Notwendigkeit möglichst langer Öffnungszeiten aller Geschäfte an den Adventssamstagen hin. Ob nun bis 16 Uhr, 18 Uhr oder irgendwas dazwischen, das sei noch zu bereden. Egal, ob Mitglied in der Werbegemeinschaft oder nicht. Dazu beitragen soll auch die eingangs erwähnte Aktion. Die Idee: Kunden erhalten eine Stempelkarte und für jeden Einkauf an einem Adventssamstag Nachmittag (also zu der Zeit, die man deutlich beleben möchte) gibt es die entsprechende Markierung.

Wer am Ende eine volle Karte mit Stempeln aller Läden abgeben kann, kommt in die Auslosung für das Finale. Mit einem Gutschein (über 200 Euro zum Beispiel, so Daniel Pütz) ausgestattet, geht die Shoppingtour dann für einen kleinen Kreis noch einmal los. Und man muss wiederum in kurzer Zeit in jedem der teilnehmenden Geschäfte etwas von den Euros ausgeben.

Begleiten soll das eine Kamera. Geplant ist ein unterhaltsames Video. Dem Sieger winkt schließlich ein großer Gutschein für heimische Geschäfte. „Der Vorteil ist, dass das Geld auf jeden Fall bei uns bleibt“, machte Pütz in der Versammlung seinen Mitstreitern diese Idee schmackhaft.

Voraussetzung wäre, dass viele auch mit einer lagen Samstagsöffnung mitziehen, eine breite Abdeckung des Innenstadthandels erreicht wird. Uhren- und Schmuckhändler Rolf Biggemann appellierte an die Runde: „Es ist ganz wichtig, dass wir alle das zusammen durchziehen, auch mit Blick auf die nächsten Jahre.“ Manches Angebot brauche Zeit, um ausreichend bekannt zu werden.

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