Schulen

Stadt Balve will weiter in Bildung investieren

Der öde Schulhof in Balve soll einem Erlebnisareal weichen.

Foto: Marcus Bottin

Der öde Schulhof in Balve soll einem Erlebnisareal weichen. Foto: Marcus Bottin

Balve.  Bildung besitzt bei der Stadt Balve auch im neuen Jahr einen großen Stellenwert.

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„Das ist für uns ein ganz wichtiges Thema“, sagt der Allgemeine Vertreter des Bürgermeisters, Michael Bathe. „In den Klausuren und Haushaltsberatungen der Parteien ist an diesem Punkt auch nichts gekürzt worden.“ 2018 stehen diverse Investitionen an städtischen Schulen an.

Gemischte Gefühle

An das vergangene Jahr wird sich Michael Bathe mit gemischten Gefühlen erinnern. „Erstmals wurde in 2017 keine Eingangsklasse an der städtischen Hauptschule gebildet. Das ist schon ein herber Einschnitt in unsere Schullandschaft“, erklärt der Fachbereichsleiter. Erfreulich hingegen sei, dass es eine neue Schulform für die Sekundarstufe 1 gebe. Die Realschule erhielt erstmals einen Hauptschulbildungsgang – und damit beste Perspektiven für ihren Fortbestand.

Zusätzliche Akustikdecken

Als sehr erfreulich bewertet Michael Bathe die Entwicklung der offenen Ganztagsschule. „Zurzeit haben wir knapp 40 Kinder dort, und die Tendenz ist weiter steigend“, freut er sich und erklärt: „Wir haben aber auch Geld in die Hand genommen, um die Räume besser und schöner zu gestalten. Das ist wirklich klasse geworden.“

Für das neue Jahr gibt es drei große Punkte. Der Ausbau der Akustikdecken – nicht nur in Grundschulen, sondern auch in der Realschule – soll fortgeführt werden. Das, so Bathe, bringe einen „echten Qualitätsgewinn für die Unterrichtsführung“. Bedingt durch neue Unterrichtsformen gehe es in den Klassen lebhafter zu als früher. Da die Stadt Balve viele alte Schulgebäude mit hohen Decken besitzt, sind weitere Akustikdecken erforderlich. „Ich höre immer wieder in Schulkonferenzen, dass die Lehrer den Einbau von Akustikdecken sehr begrüßen“, sagt Michael Bathe.

Toilettenanlagen

Im neuen Jahr sollen auch Toilettenanlagen in Balver Schulen modernisiert werden. Während die Schülerinnen und Schüler schon seit einigen Jahren in den Genuss moderner Sanitärräume kommen, sind jetzt auch endlich die Lehrer dran. Die Toilettenanlagen der Aula der Realschule zum Beispiel stammen aus den 70er Jahren und bedürfen dringend einer Renovierung.

Neuer Schulhof

Der ganz große Wurf soll mit der Neugestaltung des Schulhofs der Balver Grundschule gelingen. Die kalkulierten Kosten dafür betragen knapp 300 000 Euro. Zwar übernimmt das Land NRW rund 90 Prozent der Kosten, aber die restlichen zehn Prozent muss die Stadt Balve selber stemmen. Die Schülerinnen und Schüler der Realschule müssen noch ein wenig länger auf einen modernen Schulhof warten, aber zumindest die Planung dafür soll in 2018 angegangen werden.

Interkommunale Zusammenarbeit

„Außerdem investieren wir weiter in die Medienlandschaft der Schulen“, sagt Michael Bathe. Neue Computer und Whiteboards sollen angeschafft werden. „Das ist wichtig“, betont der Vertreter des Bürgermeisters. „Denn die Kinder werden mit digitalen oder elektronischen Medien groß. Skandinavische Länder sind da schon viel weiter als wir.“ Auf der Wunschliste stehen auch neue Tablet-Computer, denn die alten seien doch arg in die Jahre gekommen.

Nachdem in Menden die letzte Hauptschule geschlossen wurde, sind die Balver in der näheren Umgebung die einzige Stadt, die noch diese Schulform im Angebot hat. Da die Mendener Gesamtschule zudem einen Aufnahmestopp angekündigt habe, könnte sich Michael Bathe vorstellen, dass in Zukunft auch Schüler aus Menden in Balve anklopfen. „Wenn zum Beispiel Familien nach Menden ziehen, deren Kinder in die siebte oder achte Klasse der Hauptschule gehen, dann könnte es in Menden schwierig werden. Da müssen wir uns dann unterhalten. Ich bin ein großer Freund der interkommunalen Zusammenarbeit.“

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