KOMMENTAR

Steinbruch-Ausbau: Was lange gärt, wird Wut

BGS-Vorsitzender Michael Hirt in der Schützenhalle Eisborn

BGS-Vorsitzender Michael Hirt in der Schützenhalle Eisborn

Foto: Jürgen Overkott

Die Bürgerinitiative BGS hat Punkte gemacht. In Eisborn formiert sich der Widerstand gegen die Lhoist-Pläne. Die Politik steht unter Zugzwang.

Lhoist hat einen Ansprechpartner – und einen Gegner. Die Bürgerinitiative BGS hat ihre Ziele vorgestellt. In Eisborn, bei der Auftaktveranstaltung, erfuhr sie volle, zumindest aber weitgehende Unterstützung. Offensichtliche Kritik gab’s kaum. Die BGS hat erste Steine aus dem Weg gerollt.


Der Baustoff-Konzern hat Gesprächsbereitschaft signalisiert. Einerseits ist das vom Gesetzgeber so vorgesehen, andererseits ging das Unternehmen bereits im Rat in die Offensive. Abzuwarten bleibt, wie ernst das Angebot gemeint ist.


Beide Seiten stellen sich auf harte Verhandlungen ein.


Und die Politik? Sie muss Interessen abwägen. Arbeit vor Umwelt, Umwelt vor Arbeit oder Umwelt und Arbeit: Das sind die gangbaren Wege. Die Stadt hat einen Einfluss aufs Verfahren, der Regionalrat einen erheblichen. Die gewählten Bürger-Vertreter sollten jetzt besonders genau hinhören. 2020 wird nicht nur der Regionalplan neu aufgestellt – auch die Kommunalparlamente werden neu gewählt. Die Politik steht unter Zugzwang. Debatten-Kenner wissen: Was lange gärt, wird Wut.

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