Volkringhausen

Stephan Neuhaus: „Stecken in einem Dilemma“

MGV Amicitia Garbeck.

MGV Amicitia Garbeck.

Foto: Alexander Bange

Volkringhausen.   Die St.-Hubertus-Schützenbruderschaft Volkringhausen wird zeitnah und fristgerecht eine außerordentliche Mitgliederversammlung einberufen.

Darin entscheiden die „Grünröcke“, ob das Schützenfest ab 2018 weiter am vierten Juli-Wochenende, an Pfingsten oder an einem anderen Termin (eventuell dritter Samstag im Mai) stattfinden wird. Das verkündete Brudermeister Stephan Neuhaus am Ende der zweieinhalbstündigen Mitgliederversammlung im Hubertusheim. Außerdem berichtete er, dass die Suche nach einer neuen Festmusik noch nicht von Erfolg gekrönt sei.

33 Jahre

„Wir stecken in einem Dilemma“, sagte Stephan Neuhaus. Denn nach 33 Jahren wird die Festmusik der „Amicitia“ aus Garbeck letztmals auf dem Schützenfest in Volkringhausen (22. bis 24. Juli) aufspielen. „33 Jahre sind eine außergewöhnliche Zeit. Wir sind immer durch dick und dünn gegangen, haben schöne, aber auch schwere Stunden erlebt“, so der Vorsitzende. Der MGV „Amicitia“ wird auf dem Hochfest ebenso gewürdigt, wie der Trommlerkorps Eisborn, der seit 1957 Festzüge und Zapfenstreich begleitet.

„Bis jetzt nur Absagen“

Neuhaus musste einräumen, dass es auf der Suche nach einer neuen Festmusik „bis jetzt nur Absagen“ gegeben habe – und zwar sowohl für das vierte Juli-Wochenende, als auch für einen möglichen neuen Termin an Pfingsten. Dagegen stehe ein Angebot im Raum – allerdings weder für Juli, noch für Mai. „Ein anderes Wochenende ist aber so gut wie gar nicht machbar“, so der Brudermeister, denn man wolle auch zukünftig schulpflichtigen Kindern den Besuch des Vogelschießens ermöglichen, „und wir wollen auf gar keinen Fall mit einem Schützenfest im Amt Balve kollidieren“.

Die Gründe

Dass sich die Schützenbruderschaft St. Hubertus über ein neues Datum für das Hochfest Gedanken macht, hat handfeste Gründe. Zum einen die Zäsur mit der Festmusik, zum anderen die Besucherzahlen am Sonntag und teilweise auch montags. „Der Besuch ist rückläufig. Das ist eine Gratwanderung“, meinte Neuhaus mit Blick auf das spärliche Plus bei der Abrechnung.

Gremium mit elf Mann

Daher hat sich ein elfköpfiges Gremium gegründet. Die Ideen: Das Schützenfest auf zwei Tage reduzieren? „Das wollen wir zum jetzigen Zeitpunkt nicht“, sagt Brudermeister Stephan Neuhaus. Das Kinderschützenfest zu integrieren sei ebenfalls keine Option. „Man könnte es aber mit einem anderen Fest im Ort kombinieren, zum Beispiel mit dem Maibaumkränzen.“ Freitags, samstags und sonntags zu feiern, wie in Affeln oder Küntrop üblich? „Das ist für uns keine Variante.“

Attraktivität steigern

Eine Überlegung zur Attraktivitätssteigerung ist, den Jungschützenkönig am Festmontag zu ermitteln. Wie der Ablauf an diesem Tage aussehen kann, ist unklar, schließlich fällt der Pfingstmontag immer mit der Sternwallfahrt zusammen. Laut nachgedacht wird zudem über eine Versetzung der Vogelstange hin zur Schützenhalle, vielleicht verbunden mit einem zünftigen Frühstück.

Radius wird erweitert

Gedankenspiele. Die Schützenbrüder sollen in einer außerordentlichen Mitgliederversammlung zunächst den zukünftigen Termin für das Schützenfest bestimmen. Stephan Neuhaus: „Dann werden wir eine Kapelle suchen und auch finden.“ Auf der Suche solle der „Radius erweitert“ werden.

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