Unternehmerstammtisch

Tag der Gewerbegebiete ist in Balve geplant

Tobias Müller von der Firma Paul Müller in Garbeck (links) weiß, welche Ausbildungsstellen besonders beliebt sind. Für kaufmännische Jobs „bekommen wir einen Stapel von Bewerbungen“.

Tobias Müller von der Firma Paul Müller in Garbeck (links) weiß, welche Ausbildungsstellen besonders beliebt sind. Für kaufmännische Jobs „bekommen wir einen Stapel von Bewerbungen“.

Foto: Alexander Lück

Balve.   Stadtmarketing veranstaltet Unternehmerstammtisch. Firmen und Berufe sollen jungen Menschen attraktiv gemacht werden.

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2018 wird es in Balve wieder einen Tag der Gewerbegebiete geben, beginnend mit dem Glärbach, während die anderen beide Gebiete in den folgenden Jahren in den Blickpunkt rücken werden. Das verkündete das Stadtmarketing beim ersten Unternehmerstammtisch des neuen Jahres in den THW-Räumen. Vordringliche Ziele sind es, die Firmen und Berufe für einheimische wie geflüchtete junge Menschen zu präsentieren und attraktiv zu machen.

Im Gewerbe und Handwerk ist es oft schwer, Mitarbeiter und vor allem Auszubildende zu finden. Keine Erfahrung allein in der Hönnestadt, aber auch hier zu spüren, wie Tobias Müller vom Garbecker Transport- und Verpackungsmittelhersteller Paul Müller berichtete: „Auf Ausschreibungen für kaufmännische Jobs bekommen wir einen Stapel von Bewerbungen, bei gewerblichen nicht mal eine handvoll“. Was auch Christiane Schulz vom Pumpenhersteller Rickmeier bestätigte: „Die Nachfrage hat nachgelassen.“

Neuauflage angekündigt

Um eine Öffentlichkeit für die betroffenen Berufe zu schaffen, hat das Balver Stadtmarketing um Stephanie Kißmer eine Neuauflage des Tags der Gewerbegebiete angekündigt. „Es wird wieder mal Zeit dafür. In den letzten zehn Jahren hat sich in den Betrieben einiges getan“, sagte sie am Donnerstagabend vor den gut 30 Teilnehmern am Unternehmerstammtisch mit Blick auf den Zeitraum seit der letzten Veranstaltung.

Notwendig sei es vor allem, junge Leute aus Balve und der nahen Region anzusprechen, ihnen einen unverbindlichen und unkomplizierten Einblick in die Betriebe und die entsprechenden Tätigkeiten zu geben. „Der Kontakt in die Schulen alleine reicht nicht. Und weite Wege zur Arbeit nimmt man in diesen Bereiche kaum auf sich“, so Kißmer, die dann auch die weiteren Schritte zum nächsten Tag der Gewerbegebiete im Glärbach am 22. September darstellte. Ende Februar, Anfang März soll es ein erstes Planungstreffen in großer Runde mit möglichst vielen interessierten Betrieben aus dem entsprechenden Gewerbegebiet geben. Angesprochen fühlen sollen sich auch in Balve lebende Flüchtlinge.

Ausführlich diskutiert

Die Koordination der freien Stellen mit den interessierten Menschen wurde ausführlich diskutiert beim Unternehmerstammtisch. Deshalb waren unter anderem auch Birgit Schäfer und Engelbert Falke aus den Reihen des Balver Flüchtlingsbündnisses zu Gast. „Ein Großteil unser Schützlinge mit nun geklärtem Aufenthaltsstatus hat die Integrationskurse abgeschlossen, mittlerweile gute Deutschkenntnisse und brennt auf eine Arbeits- oder Ausbildungsstelle“, so Schäfer. Eine schnelle und unkomplizierte Vermittlung sei aber nicht immer gegeben.

Während Jörg Schuhmacher und Gudrun Schmitz-Raphael von der für Balve zuständigen Arbeitsagentur Iserlohn auf ihre Dienste, die Aktualität der Angebote und das nahezu vollständige Verzeichnis der offenen Stellen verwiesen, regten Birgit Schäfer und Engelbert Falke persönlichere Kontakte und Verzeichnisse direkt in der Hönnestadt an. Wünschenswert sei auch eine Art Steckbrief der Flüchtlinge mit Interessen und Kenntnissen, auf den Betriebe zurückgreifen können. Oftmals gehe es ja noch gar nicht um eine feste Stelle, sondern ein erstes Reinschnuppern oder Probearbeiten. Hier versprachen alle Seiten, die Kommunikation zu verbessern.

Langfristig entscheidend für die Wettbewerbsfähigkeit und Attraktivität Balves, darüber sprechen die Teilnehmer in einem weiteren Punkt, sei auch das Thema Bauland, für die Betriebe wie auch Familien.

Bürgermeister Hubertus Mühling verwies dabei auf das Neubaugebiet Schmandsack, in dem ab 2019 gebaut werden soll. Und Landtagsabgeordneter Marco Voge erklärte in seinem Schlusswort: „Günstige Preise, sozialer Zusammenhalt, viele tolle Veranstaltungen. Mit diesen Pfunden dürfen und müssen wir wuchern und auch darüber reden.“

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