KOLPINGFORUM

Textil-Expertin wirbt in Balve für faire Arbeit

Christiane Schnura

Christiane Schnura

Foto: WP-Archiv

Balve.   Textilherstellung ist nach Angaben der Expertin Christiane Schnura mit unfairen Bedingungen verbunden. Warum, sagt sie im Kolpingforum.

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„Fairer Handel braucht faire Arbeit!“: Diesem Motto folgt Christiane Schnura von der Kampagne für Saubere Kleidung. Sie referiert am Montag, 3. Juni, beim Kolpingforum in Zusammenarbeit mit dem Bildpunkt des katholischen Pastoralverbundes Balve-Hönnetal um 19.30 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses der Stadt Balve.

Die Kampagne für Saubere Kleidung ist ein Netzwerk, das sich für die Rechte von Arbeiter(innen) in den Lieferketten der internationalen Modeindustrie einsetzt. Hier sollen weltweit die Arbeits- und Lebensbedingungen für die Beschäftigten in der Textil-, Sport-, Schuh- und Lederindustrie verbessert werden. Die deutsche Kampagne für Saubere Kleidung setzt sich aus verschiedenen Mitglieds- und Partnerorganisationen zusammen; sie wird von auf regionaler Ebene tätigen Gruppen unterstützt. Hier wird eng mit Partnern in den Produktionsländern zusammengearbeitet.

Kaum Sicherheit, niedrigste Löhne

Engelbert Falke vom Kolpingforum erwartet, dass Christiane Schnura, die seit 17 Jahren Koordinatorin der Kampagne für Saubere Arbeit ist, darauf eingehen wird, dass in Deutschland über 90 Prozent der verkauften Textilien größtenteils aus Asien, Lateinamerika und Osteuropa importiert werden. In all diesen Ländern ähnelt sich nach den Erkenntnissen der Kampagne eins: Menschenrechte und Sozial- und Sicherheitsstandards werden wenig bis gar nicht beachtet. „Oft werden Hungerlöhne gezahlt“, heißt es. Mangelnde Sicherheitsstandards, fehlende soziale Absicherung, unbezahlte Überstunden und Diskriminierung seien „Standard“.

Was ist im Alltag machbar?

Christiane Schnura stellt in Balve die Arbeit der Kampagne für Saubere Kleidung vor. Sie zeigt zudem Handlungsmöglichkeiten auf, wie jeder Einzelne dazu beitragen kann, die Missstände einzudämmen. Engelbert Falke: „Sicherlich liegt es nicht in unserer Hand, weltweite Fehlentwicklungen abzustellen, aber in der Regel führen auch kleine Schritte näher zum Ziel. Man muss sie nur gehen.“

Zu dieser Veranstaltung sind, wie gewohnt, nicht nur die Mitglieder der Kolpingsfamilie eingeladen, sondern darüber hinaus auch alle, die an der Thematik Interesse haben.

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