BIKE-SAISON

Tipps für Kradfahrer vorm Saisonstart im Hönnetal

Frauen lassen gerne rollen.

Frauen lassen gerne rollen.

Foto: Ralf Rottmann

Balve.   Flotte Bienen, dicke Brummer: Am Wochenende beginnt die Krad-Saison. Polizeisprecher Boronowski hat ein paar heiße Tipps.

Die Wetterkundler machen Hoffnung auf ein frühlingshaftes Wochenende. Wochenend und Sonnenschein bedeuten im Hönnetal: Erste flotten Bienen und erste dicken Brummer sind wieder mit ihren Motorrädern unterwegs. Polizeisprecher Dietmar Boronowski gibt ein paar Tipps, damit der Fahrspaß nur Gewinner kennt.

Die B 515 gilt zwischen Oberrödinghausen und B-229-Kreuzung bei Beckum als heißes Pflaster. Oft, zu oft vermeldete die Polizei schwere Unfälle mit Motorrad-Beteiligung. Tote gab’s und auch Verletzte.

Droht zwischen Freitagnachmittag und Sonntagabend Raser-Alarm? Davon will Dietmar Boronowski nichts wissen: „Wir können Motorrad-Fahrer nicht über einen Kamm scheren.“ Natürlich weiß er aus Erfahrung und Unfall-Statistiken, dass sich unter den Bikern einige Adrenalin-Süchtige befinden. Zu Boden gehen aber oft auch Fahrer, die sich nach langer Winterpause erst mal wieder mit „Super-Suzi“ oder „Gummikuh“ vertraut machen müssen.

Technik-Test und Handling-Check

Gerade deshalb rät Boronowski vor der erster Ausfahrt in den Frühling Technik-Test und Handling-Check. Er spricht aus Erfahrung. „Ich bin Schönwetter-Fahrer“, gibt der Beamte unumwunden zu, „bevor ich meine erste Tour starte, übe ich irgendwo auf einem Parkplatz erst mal eine Acht.“ Der Tipps gilt übrigens keineswegs nur für die Generation Silberlocke. „Ich habe mal“, erzählt Boronowski, „einen jungen Mann mit einer richtig heißen Maschine gesehen. Dickes Ding, 300 PS. Und ein Kollege hat ihn aufgefordert: ,Fahren Sie mal ganz langsam neben mir her und fahren eine Acht.’ Er konnte es nicht.“

Erster Ritt sollte nicht zu lang sein

Das ist noch nicht alles. Der erste Ritt sollte nicht zu lang sein. Nachlassende Konzentration birgt Risiken.

Wer es professionell angehen will, kann seine Fahrtechnik von Profis auffrischen lassen: beim Fahrsicherheitstraining. Der nächste Parcours in der Region liegt in Hemer – an der Ostenschlahstraße. Die Anlage gehört der Verkehrswacht Iserlohn. Bremsen, Blicktechnik, Bodenhaftung: Alles wird angesprochen, alles ausprobiert. Boronowski findet das Angebot derart segensreich, dass er sagt: „Wer nicht weiß, was er verschenken kann, sollte ein Verkehrssicherheitstraining verschenken.“

>> EXTRA

Die Unfallstatistik des Märkischen Kreis im Überblick: http://www.ikz-online.de/staedte/iserlohn/zahl-der-verkehrstoten-verdoppelt-id11567091.html

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