POLIZEI-KONTROLLEN

Unbelehrbarer Kradfahrer muss wohl doppelt so viel zahlen

Polizei-Verkehrskontrollen im Hönnetal (Archivbild von Pfingsten)

Polizei-Verkehrskontrollen im Hönnetal (Archivbild von Pfingsten)

Foto: Christoph Hüls / polizei mk

Balve/Menden.  Die Polizei hat großangelegte Verkehrskontrollen im Hönnetal gemacht. Dabei war auch ein unbelehrbarer Zeitgenosse. Was er tat, was ihm droht.

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Polizeibeamte waren Mittwoch im Hönnetal zur Kontrolle Krädern im Einsatz. Durchgeführt wurde eine Kombination von Verkehrsunfallprävention und operativen Geschwindigkeitsmessungen.In Oberrödinghausen (B515) hielten die Beamten der Verkehrsunfallprävention vorbeikommende Motorradfahrer an. Sie gaben nützliche Tipps zu verkehrsgerechtem Verhalten und legten den Fahren Fahrsicherheitstrainings ans Herz. Im weiteren Verlauf der B515 – im Hönnetal wie in Volkringhausen und Beckum – wurden zeitgleich Tempokontrollen eingerichtet. Die Ansprachen konnten also unmittelbar auf ihre Wirksamkeit hin überprüft werden. Die Ergebnisse legte die Polizei am Donnerstag vor.

Hönnetal: In Höhe der Klusensteiner Mühle wurden 1795 Fahrzeuge per Radar überprüft (davon 29 Kräder). 33 Verkehrsteilnehmer waren schneller als die zugelassenen 50 km/h (davon 2 Kräder). Während sich die Autos und ein Kradfahrer allesamt im Verwarnungsgeldbereich bewegten, fuhr ein Motorradfahrer mit 77 km/h durch die Messstelle. Ihn erwartet eine Ordnungswidrigkeitenanzeige. Bei diesem Kradfahrer stießen die Hinweise der Verkehrsunfallprävention offenbar auf taube Ohren. Daher wird der Vorgang in der Annahme an die Bußgeldbehörde abgegeben, dass hier zumindest bedingt vorsätzlich gehandelt wurde. Dies zieht meist die Verdoppelung des Bußgeldes nach sich, also 140 Euro Bußgeld und einem Punkt.

Hinzu kamen fünf Anzeigen wegen technischer Veränderungen an PKW und Feststellungen hinsichtlich des Kreislaufwirtschaftsgesetzes sowie der Gewerbeordnung. An einem getunten VW Golf hatte der Besitzer die Veränderungen nicht prüfen und eintragen lassen. Das führte zum Erlöschen der Betriebserlaubnis und zur Untersagung der Weiterfahrt.

Volkringhausen: In Volkringhausen passierten 1654 Fahrzeuge die Messstelle (davon 44 Kräder). 103 (davon 2 Kräder) waren schneller als 50. Zwei Autofahrer bekommen in den nächsten Wochen Post mit einem Bußgeldbescheid. Ein Autofahrer nutzte verbotswidrig sein Handy. Ein weiterer hatte Ladung nicht richtig gesichert. Beides führte zu Anzeigen.

Beckum: In Beckum passierten 1525 Fahrzeuge die Messstelle (31 Kräder). 145 (8 Kräder) waren schneller als 50 km/h. Drei PKW-Fahrer waren mehr als 20 km/h schneller und wurden angezeigt. Der Tagesschnellste fuhr mit 89 km/h durch die Messstelle. Bei technischen Überprüfungen von Motorrädern wurde bei einem Krad festgestellt, dass der Hinterreifen abgefahren war (60 Euro, 1 Punkt).

Ein rumänischer Kleintransporter mit Anhänger fuhr ohne EG-Kontrollgerät. Der Fahrer musste noch vor Ort 500 Euro Sicherheitsleistung hinterlegen, um das Verfahren zu sichern. In drei Fällen wurden während der Fahrt Handys benutzt (100 Euro, 1 Punkt).An einem überlauten VW Golf stellten die Polizisten eine Manipulation an der Abgasanlage fest. Zugelassen waren laut Fahrzeugscheineintragung 78 Dezibel. Ein Schallpegelmessgerät ergab jedoch eine Geräuschentwicklung von 100 Dezibel. Das Auto wurde für weitere Untersuchungen sichergestellt.

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