Nach Gewaltakt

Verletzter Schiedsrichter will weiter pfeifen

Foto: imago sportfotodienst

Garbeck.   Ein junger Schiedsrichter ist im Anschluss an ein D-Kreisliga-Spiel in Garbeck von einem Fußballer des FC Neheim-Erlenbruch II (2:2) geschlagen worden.

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Der Unparteiische erlitt ein Hämatom an der Oberlippe sowie eine Nasenbein- und Schädelprellung. Die Nachricht hat im Fußballkreis Arnsberg Entsetzen ausgelöst.

Der Kreisschiedsrichter-Ausschuss äußert sich in einer Stellungnahme. Man sei „geschockt“. Dem jungen Schiedsrichter sei „ohne Vorwarnung und ohne, dass jemand es verhindern konnte, mit der Faust ins Gesicht“ geschlagen worden. Der betroffene Teenager gelte als „absolut guter Fußball-Nachwuchs-Schiedsrichter, der auf Grund seines Talents und Auftretens vom KSA gefördert wird und sicherlich seinen Weg auch in höheren Ligen machen könnte.“ Zumindest, sollte er weiter pfeifen. Die gute Nachricht verkünden KSA und Kreisvorstand zum Schluss: „Noch hat der Schiedsrichter sich nicht von seinem Hobby abbringen lassen. Er will weiter als Schiedsrichter agieren.“

Was muss getan werden?

Die Verantwortlichen beschäftigt die Frage, was nach dem brutalen Angriff auf den jungen Schiedsrichter getan werden kann. Keine Schiedsrichter mehr bei Vereinen ansetzen, die durch Vorfälle (Bedrohungen, Beleidigungen) aufgefallen sind? „Das geht nicht. Und es wäre ungerecht, Kollektivstrafen gegen Mannschaften / Vereine zu verhängen.“ Die ehrenamtliche Arbeit beenden? „Sicherlich ist der schlechteste Weg, zu resignieren.“

Strafmöglichkeiten nutzen

Der KSA appelliert an die Vernunft der Spieler und Spielführer im Fußballkreis Arnsberg: „Muss es sein, dass die Fäkaliensprache Einzug hält?“ Gefordert sei nach der Attacke in Garbeck auch die Sportgerichtsbarkeit. „Bei Verfehlungen liegen Strafmöglichkeiten vor, die genutzt werden müssen.“

Schulungen

Die Schiris selbst würden intensiv geschult: „Wir versuchen durch viele Fortbildungen, gerade unsere jüngeren Schiedsrichter fit zu machen. Sie sollen regelsicher und sportlich den Anforderungen gewachsen sein. An ihrer Persönlichkeit wird gearbeitet.“ Der KSA sei bereit, „berechtigten Kritiken“ an Unparteiischen nachzugehen.

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