Feuerwehr

Viel Lob für Feuerwehrübung im „Bermuda-Dreieck“

Foto: Richard Elmerhaus

Balve.  Freiwillige Feuerwehr Balve und Feuerwache Menden absolvieren gemeinsame Übung im gesperrten Hönnetal. Die Zusammenarbeit klappt reibungslos.

Wenige Meter vor dem Abzweig nach Deilinghofen kommt es auf der Bundesstraße 515 in einer S-Kurve zu einem Verkehrsunfall. Die Bilanz: Zwei schwerverletzte Menschen sind unter und im Fahrzeug eingeklemmt und müssen durch die Feuerwehr gerettet werden, damit sie von Notarzt und Rettungssanitätern betreut werden können.

Sperrung des Hönnetals inspiriert zu Übung

Zum Glück handelt es sich am späten Dienstagnachmittag um eine gemeinsame Übung der Feuerwehrkameraden der Freiwilligen Feuerwehr Balve (Löschgruppen Volkringhausen und Beckum) und der Feuerwache Menden. Inspiriert durch die derzeitige Sperrung des Hönnetals wegen der Baumfällarbeiten machte Christian Boike, Chef des Löschzuges 3 und Wachabteilungsleiter der Feuerwache Menden, den Vorschlag: „Wir sollten, weil wir bei schweren Unfällen im Bereich des Uhu-Felsens auf die Unterstützung der Berufsfeuerwehr Menden angewiesen sind, auch gemeinsame Übungen durchführen.“

Mit dieser Idee stieß Boike bei Stadtbrandinspektor Frank Busche und Brandrat Wolfram Semrau, Leiter der Feuer- und Rettungswache Menden, auf offene Ohren. „Übungen unter realen Bedingungen sind für uns genauso wichtig wie für die Kameraden von der Feuerwache. Denn es wird immer mal wieder Situationen geben, in denen bei einem Unfall, auch wenn er auf dem Gebiet der Stadt Balve geschieht, auf die Hilfe aus Menden angewiesen sind“, betont Frank Busche.

Unfallfahrzeug liegt instabil auf einer Leitplanke

Der Stadtbrandinspektor aus Beckum leitete während der Übung den Löschzug 3, da Christian Boike als Koordinator und Beobachter agierte. Dabei stellte er fest, dass die ehren- und hauptamtlichen Kräfte aus Balve und Menden sehr gut zusammenarbeiteten, als sie die Schwerverletzten unter und aus einem Unfallfahrzeug bergen mussten, das sehr instabil auf einer Leitplanke lag. „Wie die Kameraden diese knifflige Übungssituation realitätsnah abgearbeitet haben, und zwar mit verschiedenen Technik- und Taktikvarianten, das war großartig. Wir haben das Übungsziel trotz der engen Straßenverhältnisse zu 100 Prozent erreicht“, bilanziert Christian Boike.

Froh über Unterstützung

Sichtlich zufrieden und mit Blick auf die ehren- und hauptamtlichen Feuerwehrkameraden fügt er hinzu: „Es hat keine Zweiklassengesellschaft bei dieser Übung gegeben.“

Voll des Lobes ist auch Stadtbrandinspektor Frank Busche: „Die Übung im Bermudadreieck, Balve, Hemer, Menden, hätte nicht besser laufen können. Wir sollten auch zukünftig im Hönnetal gemeinsame Übungen durchführen. Denn gerade bei uns in Balve hat die Tagesverfügbarkeit der Kameraden berufsbedingt so stark nachgelassen, dass wir uns über die Unterstützung durch die Feuer- und Rettungswache Menden freuen.“

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