BAUSTELLEN-CHAOS

Warum Baustelle Campus vom Verkehr abschneidet

Der Gesundheitscampus ist am Dienstag für Fahrzeuge nicht erreichbar.

Der Gesundheitscampus ist am Dienstag für Fahrzeuge nicht erreichbar.

Foto: Marcus Bottin / WP

Balve.  Das Baustellen-Chaos geht weiter. Am Dienstag ist der Campus vom Verkehr abgeschnitten. Geschäftsführer Ingo Jakschies wollte wissen, warum.

Man könnte lachen, wenn es nicht so traurig wäre. Am Dienstag ist der Gesundheitscampus an der Sauerlandstraße für Fahrzeuge nicht erreichbar - nicht einmal für Rettungstransportwagen (RTW). Das sagte Campus-Geschäftsführer Ingo Jakschies der „Westfalenpost“ am Samstag.

„Von der Baustelle habe ich aus der Zeitung erfahren“, erklärte der Campus-Chef. Er habe beim Bauleiter nachgefragt, was die Baumaßnahme an der B 229 zwischen Campus und Salzlager bedeutet. Der Bauleiter habe gesagt, dass am Dienstag die Fahrbahn gefräst werde. Deshalb könne der Campus nicht angefahren werden. Das gelte auch für den Parkplatz auf der gegenüberliegenden Seite des Campus’.

Nach Angaben von Ingo Jakschies war die Baufirma nicht darüber informiert, dass die Bauarbeiten die Arbeit des Campus’ so gut wie lahm legen. Der Campus ist am Dienstag lediglich zu Fuß über den Bürgersteig erreichbar.

Campus-Patientin Susanne Kalinowski hatte bereits am Samstag in einem Leserbrief an die WP darauf hingewiesen, dass die Baustelle Patienten erhebliche Einschränkungen bescheren.

Mittwoch wird Rampe gebaut

Wie Ingo Jakschies berichtete, werde am Mittwoch eine Rampe gebaut. Sie soll dafür sorgen, dass zumindest RTW bis zum Campus-Eingang fahren können.

Auch diese Panne wirkt auf Beobachter wie ein Abstimmungsproblem zwischen Landesbetrieb Straßen NRW, Märkischem Kreis, Stadt Balve und Baufirma.

Das hatte UWG-Fraktionsvorsitzender Lorenz Schnadt in einem Beitrag für einen lokalen Blog kritisiert.

Straßen-NRW-Sprecher Andreas Berg hatte auf Anfrage der „Westfalenpost“ eingeräumt, dass die Abstimmung zwischen den Beteiligten nicht immer funktioniere. Dabei fällt auf, dass in Vorgesprächen auf wichtige örtliche Besonderheiten nicht oder nur unzureichend hingewiesen wurde. Beim Bau der Netto-Abbiegespur hatten die Verantwortlichen den „Happy Einkaufstag“ von Stadtmarketing und Fachhandel nicht berücksichtigt. Beim Ausbau der B 229 hatten sie den Campus nicht im Blick.

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