FEUERWEHR

Was Kinder beim „Tag der offenen Tür“ in Garbeck erwartet

Garbecks Feuerwehr:  Robin König, links, und Kai Gaberle mit Feuersimulator und Kübelspritze

Garbecks Feuerwehr:  Robin König, links, und Kai Gaberle mit Feuersimulator und Kübelspritze

Foto: Jürgen Overkott,

Garbeck.   Die Feuerwehr wirbt intensiv um Nachwuchs. Das ist auch beim „Tag der offenen Tür“ in Garbeck so. Betreuer Robin König erzählt.

Eines steht fest: Das Programm beim „Tag der offenen Tür“ der Feuerwehr in Garbeck dreht sich durchweg um die Tätigkeiten der Gastgeber. Ein besonderes Augenmerk richtet der Löschzug auf Kinder.

Ortstermin an der Feuerwache in Garbeck. Kinder der Offenen Ganztagsbetreuung sehen, dass im Gebäude etwas tut. Sie kommen und fragen: Die Feuerwehr hat ihre Faszination nicht verloren.

35 Kinder und Jugendliche, darunter immerhin fünf Mädchen, gehören im Stadtgebiet zur Jugendfeuerwehr. Mehr als ein Dutzend Betreuer kümmern sich um sie. Einer von ihnen ist Robin König.

Die Sache mit dem kleinen Bruder

Er hat gerade seine Ausbildung bei Rickmeier beendet. Jetzt arbeitet er dort als Industriemechaniker. Seine Freizeit gehört dem Nachwuchs der Feuerwehr.

„Ich kann gut mit Kindern“, sagt Robin König. Allerdings gibt er augenzwinkernd zu, dass seine Werbung für die Feuerwehr bei seinem kleinen Bruder nicht funktioniert hat: Der Kleine ging zum Technischen Hilfswerk.

Verstärkte Bemühungen um Nachwuchs gibt es seit 2016. Balves Feuerwehr-Leitung und Jugendwehr-Chef Dieter Morrei entschieden damals, das Eintrittsalter für junge Brandbekämpfer von zwölf auf zehn Jahre zu senken. Das Gesetz zur Regelung des Brandschutzes, der Hilfeleistung und des Katastrophenschutzes (BHKG) machte es möglich. Dieter Morrei warb bei Facebook – mit Erfolg.

Feuer-Simulator gilt als Attraktion

Mindestens genauso erfolgreich ist die Nachwuchs-Werbung erfahrungsgemäß beim „Tag der offenen Tür“. Kinder werden spielerisch an die Tätigkeiten der Feuerwehr herangeführt. „Am meisten Spaß machen Kindern Sachen mit Wasser“, weiß Robin König.

Zum Programm des „Tages der offenen Tür“ gehört unter anderem ein Feuer-Simulator. Er wirkt wie die Spezialversion einer Dunstabzugshaube. Das Edelstahl-Gestell wird mit einer Gasflasche verbunden. Per elektronischer Steuerung wird das Gas entflammt. Beim „Tag der offenen Tür“ dürfen Große wie Kleine löschen. Dafür wird unter anderem eine gute, alte Kübelspritze eingesetzt. Sie stammt übrigens keineswegs aus dem Feuerwehr-Museum. Vielmehr wird sie immer noch bei Kleinbränden eingesetzt, wie Feuerwehr-Sprecher Kai Gaberle betont.

Seit vier Jahren dabei

Robin König wiederum muss sein inzwischen vierjähriges Engagement für die Wehr nicht betonen. Fast beiläufig sagt der Garbecker: „Ich ärgere mich nur über eines.“ Dann macht er eine kleine Pause. Grinsend fügt er hinzu: „dass ich nicht schon eher angefangen habe“.

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