KOMMUNALWAHL

Wie die UWG Balve attraktiver für junge Familien machen will

Nach der Kandidatenkür präsentiert sich die UWG-Mannschaft vor dem Balver Restaurant "Zur Höhle".

Nach der Kandidatenkür präsentiert sich die UWG-Mannschaft vor dem Balver Restaurant "Zur Höhle".

Foto: Jürgen Overkoitt / WP

Balve.  Die UWG wirbt bei der Kommunalwahl um junge Familien. Bei der Kandidatenkür präsentierte sie überraschend viele Frauen.

Die UWG will Balve attraktiver für junge Familien machen. Der einstimmig gewählte Bürgermeister-Kandidat Lorenz Schnadt, bisher Fraktionschef, nutzte bei der Kandidatenkür am Freitagabend die Gelegenheit, seine politischen Schwerpunkte zu umreißen.

Das Programm

Der UWG-Vormann will die Stadtverwaltung bürgerfreundlicher machen. Schnadt sagte: „Dem Bürgermeister laufen die Leute davon.“ Grund dafür sei „schlechte Bezahlung“. Dabei habe es „noch sie so viele Planstellen und Stellen“ in der Verwaltung wie jetzt gegeben: „Es sind aber nicht alle besetzt.“ Schnadt will die Verwaltung effektiver machen. Als Mittel sieht er neue Funktionsbeschreibungen. Seine Formel lautet: weniger Leute, mehr Geld. Der Bürgerschaft, die Dienstleistungen der Stadt in Anspruch nehme, signalisierte Schnadt: „Wir wollen, dass der Laden fluppt.“

Sollte er als Bürgermeister Verwaltungschef werden, werde er sein Amt unabhängig ausüben. Der bisherige Amtsinhaber Hubertus Mühling (CDU) werde immer wieder von seiner Partei „zurückgepfiffen“.

Schnadt machte sich zudem erneut für neue Baugebiete im Stadtgebiet, etwa am Liboriweg in Garbeck. Am Rande der Veranstaltung betonte er, er arbeite schon lange und intensiv daran.

Schnadt benannte eine Voraussetzung für eine erfolgreiche Vermarktung neuer Wohngebiete: „Die Infrastruktur muss stimmen.“ Dazu zählte er vor allem Bildungseinrichtungen: Kindergärten, Grundschulen, weiterführende Schulen. Dabei müsse das Prinzip „Kurze Füße, kurze Wege“ gelten. Schnadt beklagte die Schließung der Grundschule in Langenholthausen. Bei der Kinderbetreuung sei der Märkische Kreis „Schlusslicht in NRW“. Zumindest in Balve will Schnadt das ändern.

Überdies machte sich Schnadt für neue Gewerbeflächen stark. In den vergangenen Jahren sei nichts passiert. Als denkbare Fläche brachte er den Standort der aktuellen Flüchtlingsunterkunft in Garbeck ins Gespräch. Das Gebäude sei marode: „Da muss ein Bagger hin.“ Wo Geflüchtete künftig hinsollen, sagte Schnadt allerdings nicht.

Umbaubedarf sah Schnadt bei der Balver Höhle. Er sprach sich für einen neuen Eingangsbereich aus. Das Schützenheim könne „zu einer Art Museum umgebaut“ werden.

Das Personal

Personalfragen wurden einstimmig beantwortet. Auf der Liste der Direktkandidaten befinden drei Frauen: Hendrika Busch, Susanne Schnadt und Annika Smid. Außerdem kandidieren Matthias Glasmacher, Daniel Pütz, Peter Glasmacher, Dominik Hoffmann, Heinrich Stüeken, Horst Schnell, Paul-Martin Perschke, Rainer Prumbaum, Lorenz Schnadt, Dirk Falkenbach, Bernd Smid, Thomas Busche und Martin Severin.

Die Reserveliste umfasst 21 Namen – fünf als nach Gesamtzahl der Wahlbezirke erforderlich. Sechs Frauen sind dabei. Susanne Schnadt hat auf Platz drei gute Chancen, in den Rat einzuziehen. Die Liste wird angeführt von Lorenz Schnadt und Bernd Smid. Hinter Susanne Schnadt folgen Dirk Falkenbach, Dominik Hoffmann, Horst Schnell, Heinrich Stüeken, Peter Glasmacher, Rainer Prumbaum, Thomas Busche, Paul-Martin Perschke, Daniel Pütz, Martin Severin, Fiona Busche, Matthias Glasmacher, Annika Smid, Martin Vielhaber, Malin Busche, Laura Prumbaum, Jürgen Grevener und Hendrika Busch. Schnadt sprach von einer „guten Mischung“.

Intern gab es einen Wechsel an der Spitze. Dem bisherigen Vorsitzenden Thomas Busche folgt Bernd Smid. Das Votum war einstimmig.

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