Schützenfest

„Willi“ Wortmann regiert in Volkringhausen

Heiko und Anke Wortmann sind das neue Volkringhauser Königspaar.

Heiko und Anke Wortmann sind das neue Volkringhauser Königspaar.

Foto: Richard Elmerhaus

Volkringhausen.  Volkringhausens Brudermeister Stephan Neuhaus lobte: „Das war endlich ein Vogelschießen und kein Vogelgucken.“

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Als der Vogel nach 47 Minuten zu Boden fiel, der Jubel aufbrandete und mit Heiko („Willi“) Wortmann der neue Schützenkönig der St.-Hubertus-Schützenbruderschaft Volkringhausen feststand, da atmete Brudermeister Stephan Neuhaus erst einmal kräftig durch. Danach bahnte er sich jedoch sofort den Weg zu den neuen Regenten, „Willi“ und Anke Wortmann, um sie zu herzen und um ihnen zu gratulieren.

Ständiger Regen

Zuvor sahen die Besucher bei ständigem Regen und begleitet von der Musik der „Amicitia“ aus Garbeck ein interessantes Vogelschießen, das Brudermeister Neuhaus während der Proklamation in der Schützenhalle so beschrieb: „Das war endlich ein Vogelschießen und kein Vogelgucken.“ Mit diesem treffenden Kommentar ging er auf das Vogelschießen im Vorjahr ein, das stundenlang gedauert hatte und erst nach langen Pausen durch den jungen Schützenbruder Marius Neuhaus beendet wurde.

Präses Grothe Vizekönig

Der König 2016/2017 war es auch, der am Montagmorgen das Vogelschießen im alten Steinbruch eröffnete. Als Wilhelm Grothe, Präses der Volkringhauser Schützenbruderschaft, den zweiten Schuss abgegeben hatte, stand bereits der Vizekönig fest. Denn in Volkringhausen darf sich jener Schützenbruder mit diesem Titel schmücken, der dem stolzen Aar mit seinem Schuss die Krone entreißt.

Nur einen Ehrenschuss später lag das Zepter auf dem nassen Boden. Diesmal hieß der Schütze Hubertus Mühling. Der Bürgermeister der Stadt Balve, vor Jahren der 1. Vorsitzende der Volkringhauser Bruderschaft, unterstrich am Montagmorgen, dass er nach wie vor ein guter Schütze ist. So wie Robin Schulz, der sich den Apfel sicherte.

Stammtischtour

Bevor „Willi“ Wortmann den Vogel weiter stutzte, indem er den rechten und linken Flügel abschoss, versuchte sich auch der Ex-Heerder Tonny Maten, ein Freund von Bürgermeister Hubertus Mühling, unter der Vogelstange. Vor 11 Jahren lernten sich Bürgermeister und Niederländer auf einer Stammtischtour der Volkringhauser Truppe kennen, und zwar in Thüringen. Dort traf Mühling den Biker erstmals, und zwar in der Sauna und später beim Umtrunk, bei dem sich der Motorradfahrer als Heerder zu erkennen gab. Inzwischen ist er seit Jahren Mitglied der Schützenbruderschaft Volkringhausen. Am Montagmorgen legte er erstmals auf den Vogel an, den Heiko Wortmann mit dem 117. Schuss von der Stange holte.

Neuhaus erleichtert

Große Freude beim neuen König und vor allem seiner temperamentvollen Königin Anke, aber auch beim 1. Vorsitzenden der Bruderschaft Volkringhausen, Stephan Neuhaus: „So muss es sein. Nach dem unendlich langen Vogelschießen war ich mir sicher: Das Drama wiederholt sich in diesem Jahr nicht. Und genauso ist es zu meiner Freude gekommen. Deshalb bin ich überglücklich.“

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