JAHRESBILANZ

Wixberg-Inferno für Feuerwehr Balve ein Härtetest

Steil, rutschig, heiß: Die Löscheinsätze am Wixberg waren ein Härtetest für die Feuerwehr.

Steil, rutschig, heiß: Die Löscheinsätze am Wixberg waren ein Härtetest für die Feuerwehr.

Foto: Feuerwehr Balve

Balve.   Die Löschgruppe Balve blickt zurück: Das Wixberg-Inferno war der Härtetest. Was Frank Busche & Co. das Leben schwer machte.

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Ende Juli. Sommer, Sonne, Dürre. Und das seit Wochen, um nicht zu sagen: seit Monaten. Schon Anfang Juli hat Förster Richard Nikodem auf die steigende Waldbrandgefahr hingewiesen. Am Ende kommt es, wie es kommen muss. Heimische Waldstücke gehen in Flammen auf. Am schlimmsten wütet das Feuer auf dem Wixberg. 545,9 Meter türmt er sich auf, trennt Iserlohn, Hemer, Altena und nicht zuletzt Balve. Die Hänge sind steil, das Gelände, voll von verdorrten Ästen, ist rutschig.

Im WP-Gespräch erinnert sich Wehr-Chef Frank Busche rückblickend noch immer mit Schrecken an Einsätze seiner Leute aus dem Balver Stadtgebiet im Kampf gegen Flammen und Rauch. Am härtesten sind Einsätze am Abend und in der Nacht: „Es wollte“, erinnert sich Busche, „einfach nicht abkühlen.“ Wasser strömte aus C-Rohren, Schweiß von der Stirn.

Kein Wunder, dass die kräftezehrenden Einsätzen am Wixberg bei der Dienstbesprechung des Löschzuges Balve eine wichtige Rolle spielten.

Dazu kamen Unwettereinsätze zu Jahresbeginn sowie die Großbrände in Garbeck, Beckum und Binolen, die Löschgruppe Balve immer mit dabei. „Die Löschgruppe um Löschgruppenführer Klaus Peter Engel wurde 2018 zu insgesamt 67 Einsätzen alarmiert“, bilanzierte Busche.

Das war aber keineswegs alles. „Ferner unterstützten die Kameradinnen und Kameraden die Einheiten aus dem Unteramt bei dem schweren Verkehrsunfall Anfang August zwischen Beckum und Hövel.“ Zwei Raser hatten sich auf der B 229 auf ein Duell geliefert. Am Ende kam eine 70-jährige Neheimerin ums Leben. Nicht nur das: Vier weitere Personen wurden teilweise lebensgefährlich verletzt. Der Einsatz ließ die Balver Feuerwehrleute nicht unberührt, wie Wehr-Chef Busche der WP sagte. Bewegt war er auch, als die Unfallopfer später, in der Vorweihnachtszeit, im Balver Rathaus Danke für die Hilfe der ehrenamtlichen Wehr-Leute sagten.

Insgesamt kamen im vergangenen Jahr allein beim Löschzug Balve 1018 Einsatzstunden zusammen – Zeit, in der die ehrenamtlichen Helfer in der Regel in ihren Betrieben fehlen.

Festkomitee plant 100-Jähriges

Auch wenn sie nicht bezahlt werden – sie machen einen professionellen Job. „Neben den vielen Einsätzen absolvierten die 45 Kameradinnen und Kameraden 25 Übungsdienste (insgesamt 875 Stunden) und nahmen erfolgreich an zahlreichen Lehrgängen teil: Fünf Kameradinnen und Kameraden absolvierten die Grundausbildung Modul A- und B, sowie die Funk-Basis-Ausbildung, ferner absolvierte je ein Kamerad den Maschinisten-Lehrgang, den Truppführer-Lehrgang und den Atemschutzgeräteträger-Lehrgang. Am Institut der Feuerwehr wurde zudem ein Kamerad für die Mitarbeit im Stab ausgebildet“, hieß es.

Bei der Dienstbesprechung mit den Zugführern des Löschzugs 1, Heiner Tillmann und Bodo von Düren, sowie der Wehr-Spitze Frank Busche und Oliver Prior wurden Dienstplan 2019 sowie Aktivitäten und Veranstaltungen besprochen. Klassiker: der Tag der offenen Tür. Er findet traditionell am 1. Mai am Gerätehaus Balve statt.

Ernennungen und Beförderungen werden traditionell während der Agatha-Feier ausgesprochen. Sie findet am 10. Februar statt. Der Ablauf steht fest. Der Tag beginnt mit gemeinsamem Kirchgang um 9.30 Uhr in Garbeck. Anschließend frühstücken die Löschgruppen Balve und Garbeck gemeinsam im Balver Gerätehaus.

Ein weiteres Ereignis wirft Schatten voraus: das 100-jährige Bestehen der Löschgruppe Balve 2022. Ideen wurden diskutiert, Mitglieder des Festkomitees berufen. Schon jetzt ist klar: Das Team ist Feuer und Flamme.

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