Unfall

18-Jähriger stirbt unter einer Straßenbahn

Rettungskräfte haben am frühen Dienstagmorgen nur noch den Tod eines 18-Jährigen feststellen können.

Foto: Justin Brosch

Rettungskräfte haben am frühen Dienstagmorgen nur noch den Tod eines 18-Jährigen feststellen können. Foto: Justin Brosch

Bochum.  In Bochum ist am frühen Dienstagmorgen ein 18-Jähriger von einer Straßenbahn überollt worden. Warum er auf den Gleisen war, ist bisher unklar.

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Ein 18-jähriger Bochumer ist in Hofstede von einer Straßenbahn der Linie 306 überrollt und tödlich verletzt worden.

Der 18-jährige lag am Dienstag gegen 4.35 Uhr auf den Gleisen an der Dorstener Straße, rund 100 Meter südlich des Hannibal-Center. Die Gleise dort verlaufen zwischen den Fahrbahnen und sind wegen des tagsüber äußerst starken Autoverkehrs durch Leitplanken abgesperrt. Die Fahrerin der Bahn, die Richtung Wanne-Eickel unterwegs war, konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen.

Opfer wohnte in der Nähe des Tatorts

Ein alarmierter Notarzt stellte sofort den Tod des jungen Mannes fest. Die Feuerwehr barg die Leiche mit hydraulischem Gerät. Die Fahrerin und zwei Fahrgäste wurden vom Rettungsdienst versorgt und vom Notfallseelsorger betreut. Rund 40 Einsatzkräfte waren am Unfallort.

Warum der 18-Jährige auf den Gleisen lag, ist bisher unklar. Er wohnte in der Nähe. Bis Mittwochmittag hatten Trauernde fast 30 Kerzen und auch Blumen an einen Strommast am Fahrbahnrand hinterlegt. Seine Leiche wird jetzt obduziert.

Erst in der Nacht zu Sonntag war ein Bochumer an der Universitätsstraße, unweit der Wasserstraße, über die Gleise in den Tunnel gegangen und dann von hinten von einer Bahn der U 35 erfasst worden. Die Ärzte im Krankenhaus konnten ihn nicht mehr retten. Auch in diesem Fall ist unklar, was er auf den Gleisen wollte. Seine Leiche wird ebenfalls obduziert. In beiden Fällen deutet nichts auf einen Suizid hin, wie ein Polizeisprecher am Mittwoch sagte.

Schnelle Notfallseelsorge für Straßenbahnfahrer

Die Bogestra hat für solche schlimmen Unfälle einige Erstbetreuer aus der Belegschaft ausgebildet, um den betroffenen Fahrern bzw. Fahrerinnen beizustehen. „Wichtig ist, dass sie so schnell wie möglich begleitet werden in der Situation“, sagt Bogestra-Sprecher Christoph Kollmann.

Ebenfalls auf der Dorstener Straße, nur wenige hundert Meter weiter südlich am Bodelschwingh-Platz, war im November 2014 ein zehnjähriger Junge von einer Bahn der Linie 306 tödlich verletzt worden.

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