Grummer Teiche

Anwohner gründen Interessengemeinschaft Grummer Teiche

Der Grummer Bach wird ökologisch umgestaltet. Die neu gegründete Interessengemeinschaft will sich an der Planung beteiligen.

Der Grummer Bach wird ökologisch umgestaltet. Die neu gegründete Interessengemeinschaft will sich an der Planung beteiligen.

Foto: Rainer Raffalski / Funke Foto Services GmbH

Grumme.  Die Interessengemeinschaft Grummer Teiche setzt sich für den naturnahen Umbau des Grummer Bachs ein. Sie lädt sie zu einer Info-Veranstaltung ein.

Als die Stadt Ende März erstmals öffentlich über die Neugestaltung des Grummer Bachs informierte, blieben im Anschluss viele Anwohner aus Grumme und Vöde mit offenen Fragen zurück. Im Mai riefen sie die „Interessengemeinschaft Grummer Teiche“ ins Leben mit dem Ziel, die Planung, die sie für unzureichend halten, zu begleiten. Sie kritisieren überdies die mangelhafte Bürgerbeteiligung. Die Mitglieder der IG laden nun selbst zu einer Bürgerveranstaltung ein, um Erkenntnisse zu gewinnen, mit denen sie an die Verwaltung herangehen kann.

Nicht der ganze Bach wird umgebaut

Einer von ihnen ist der Grummer Joachim Kröger. Er ist vom Fach, hat als Ingenieur im Umweltmanagement für die Emschergenossenschaft die Entwässerung des Hellbachs in Recklinghausen über Jahre begleitet. Er kann nicht nachvollziehen, dass nur ein Teil des Grummer Bachs umgebaut werden soll. „Die Neugestaltung beginnt erst an den Straßen Böcken-/Günstenberg. Zudem würde das Nebengewässer – Rottmannbach – nicht einbezogen.“

Dass der Bach künftig nicht mehr durch die Teiche, sondern daneben fließen und sich ökologisch entwickeln soll, sei ausdrücklich zu loben. „Dadurch werden aber die Teiche nur noch aus Überläufen aus dem Kanal, also mit Abwasser, gespeist.“ Er will wissen, wie die Reinigung der Teiche geplant ist. Krögers Motivation ist, sich nicht später Untätigkeit vorwerfen zu müssen, wenn er mit seinem Enkel dort spazieren geht.

Teiche müssten eingezäunt werden

Die Teiche sollen künftig als Regenrückhaltebecken fungieren. „Damit werden sie technische Anlagen und müssten ab einer Wassertiefe von 40 cm eingezäunt werden.“ Kröger regt weitere Hochwassersicherungen an wie Staumauern an ansässigen Betrieben, etwa entlang der Vierhausstraße.

Das Radwege-Konzept treibt die Anwohner des Grummer Bachs ebenso um. Sie drängen auf eine Trennung der Wege für Radfahrer und Fußgänger. Vor allem ältere Spaziergänger befürchten, dass die asphaltierten Radwege eine Rennstrecke werden könnten und die schwächsten Verkehrsteilnehmer gefährden. Der Weg soll über die ehemalige Eisenbahnbrücke führen, die im Rahmen des A-43-Ausbaus abgerissen wird. Ersatz sei nicht in Sicht. Inzwischen habe die Stadt eine weitere Informationsveranstaltung nach den Sommerferien angekündigt. Nach jetzigem Kenntnisstand aber, so Kröger, wolle der RVR mit dem Radwegebau ab Castroper Hellweg Richtung Grummer Teich noch im Juli beginnen. „Die Zeit drängt also, wir werden Druck machen.“

IG will Bürger informieren

Die Info-Veranstaltung der Interessengemeinschaft findet am Donnerstag, 27. Juni, um 18 Uhr, in der Johanneskirche, Ennepestraße 15a, statt. Eingeladen wurden auch Verwaltung und RVR. Kröger: „Bislang haben wir keine Zusagen.“

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