Wohnungsbau

Bagger ebnet mit Mauerabriss den Weg für den Ostpark

Der Bagger reißt die letzte Mauer der ehemaligen Stadtgärtnerei in Altenbochum ab. Damit ist der Weg frei für das Wohnungsbauprojekt Ostpark.

Der Bagger reißt die letzte Mauer der ehemaligen Stadtgärtnerei in Altenbochum ab. Damit ist der Weg frei für das Wohnungsbauprojekt Ostpark.

Foto: Dietmar Wäsche / FUNKE Foto Services

Altenbochum.  Die ehemalige Stadtgärtnerei an der Feldmark am Hauptfriedhof ist nun Geschichte. Der Ostpark gilt als Bochums größtes Wohnungsbauprojekt.

Falk Rauthe aus Halle bricht mit seinem Bagger die letzte Mauer nieder. Damit ist die Stadtgärtnerei in der Feldmark am Hauptfriedhof Geschichte. Gleichzeitig fällt damit am Dienstag der Startschuss für „eines der größten Bauprojekte Bochums“, so Stadtbaurat Markus Bradtke. Der Ostpark gilt als Modellprojekt, mit dem 1300 Wohnungen entstehen sollen.

Zunächst, so räumt er ein, waren 1000 Wohnungen vorgesehen. Doch für das Mehr sei keine zusätzliche Verdichtung vorgesehen. Vielmehr würden kleinere Wohnungen eingeplant, die starke Nachfrage erlebten.

Hochwertiger Städtebau versprochen

Bradtke verspricht hochwertigen Städtebau, bei dem die Klimaplanung eine große Rolle spiele. „Die Hälfte der Fläche wird Park sein.“ Auf dem Gelände, wo die ehemalige Gärtnerei in den 1930er Jahren entstand und angrenzend sollen vielfältige Wohnformen entstehen, von der Stadtvilla bis zum Mehrfamilienhaus, 30 Prozent davon im geförderten Wohnungsbau.

Der Satzungsbeschluss für den Bebauungsplan 900 - Ostpark / Feldmark ist in Arbeit und soll im 1. Quartal 2020 gefasst werden. Bradtke: „Nicht die Verwaltung, sondern der Rat schafft Baurecht.“ Mit der Vermarktung will die Stadt bereits Anfang nächsten Jahres beginnen. „Wir wollen loslegen mit bestimmten Wohnformen, wie etwa Wohngruppenprojekte. Auch so etwas soll hier entstehen“, so der Stadtbaurat.

Wohnungen ab 2020 vermarkten

Das Vermarktungskonzept wird Ende des Jahres den politischen Gremien öffentlich vorgestellt. Zuerst werden die Grundstücke für Wohngruppen veräußert, anschließend erfolgt die Vermarktung der Grundstücke ab der zweiten Jahreshälfte 2020 dann schrittweise einhergehend mit der Fertigstellung des Bebauungsplans und dem Bau der Erschließungsanlagen. Für die Wohnblöcke im nordwestlichen Bereich werden jeweils mehrere Investoren gesucht; auch bei den Stadtvillen wird erwogen, an unterschiedliche Investoren zu vergeben.

Der Ostpark soll, so Markus Bradtke, in zwei Bauabschnitten entstehen, zunächst an der Feldmark, anschließend an der Havkenscheider Höhe. Das Quartier Feldmark gilt als eine sinnvolle Verdichtung in innenstadtnaher Lage und soll durch vielfältige Wohnangebote attraktiv für unterschiedlichste Zielgruppen sein – von Studierenden über junge Familien bis hin zu Älteren. Auch Einrichtungen der benachbarten Evangelischen Hochschule, ein Studierendenwohnheim und eine Kita sowie ein Bauabschnitt für selbstverwaltete Wohnprojekte sind im Quartier Feldmark geplant.

Baufeld wird freigemacht

Als nächstes stehen Arbeiten an, um das Baufeld freizumachen an, wie z.B. Abtragung der Böden und Entfernung von Bewuchs. Außerdem finden derzeit Baugrund- und Bodenuntersuchungen auf der Fläche statt, die Grundlage für das Bodenmanagement sind.

Bei den Grundstücken, die für Investoren und Bauträger vorgesehen sind, wird das Bestgebotsverfahren zur Anwendung kommen. Dabei hat der gebotene Kaufpreis nur begrenzten Einfluss auf die Vergabeentscheidung. Stattdessen bewertet eine Fachjury die Konzepte nach Gestaltung, Ökologie und Nutzungsqualität.

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