Fußball

Berlin-Fans tauchen Bochumer Hauptbahnhof in rot-weiß

Alles rot-weiß: Berlin-Fans bei der Ankunft am Sonntag am Südausgang des Hauptbahnhofs Foto:Bernd Kiesewetter

Alles rot-weiß: Berlin-Fans bei der Ankunft am Sonntag am Südausgang des Hauptbahnhofs Foto:Bernd Kiesewetter

Bochum.   Rund 1200 Fußballfans von Union Berlin waren mit Zügen nach Bochum ausgereist. Hier wollen sie aufsteigen. Daraus wurde aber nichts.

Der Bochumer Hauptbahnhof war am Sonntag in rot-weiß getaucht. Rund 2000 Fans von Union-Berlin, die beim Saisonfinale der 2. Liga beim VfL Bochum den Aufstieg perfekt machen wollten, reisten mit einem Sonderzug aus der Hauptstadt an oder kamen mit normalen Zügen.

Am Ende wurde aus dem Aufstieg aber nichts, weil den Berlinern ein 2:2 nicht reichte.

Der Hauptbahnhof glich am späten Sonntagmittag wie schon vor zwei Wochen, als Fans aus Magdeburg anreisten, einer Polizeifestung. Doch anders als bei der Ankunft der Magdeburger, unter denen einige wenige Fans für Randale gesorgt hatten, blieb es diesmal weitgehend friedlich, außer dass zwei Bengalos und Rauchtöpfe am Bahnhof gezündet wurden. Zwei Verdächtige wurden ermittelt.

In jeder Ecke stand Polizei mit sehr schwerer Schutzausrüstung

Aus Sicherheitsgründen wurden die Berliner von der Polizei über den Südausgang am Buddenbergplatz aus dem Bahnhof gelotst und von dort über die Universitätsstraße, den Kurt-Schumacher-Platz und den Ostring zum Stadion begleitet. In jeder Ecke stand Polizei mit sehr schwerer Schutzausrüstung.

„Ost- Ost- Ostberlin!“ und „Eisern Union!“, skandierten die Gästefans, als sie mit guter Laune, Dosenbier und Fahnen die Castroper Straße hinaufmarschierten. „Gib niemals auf und glaub an Dich!“ stand auf zahlreichen roten T-Shirts.

Insgesamt 5000 Union-Fans in Bochum

Dann sangen die Fans: „Die Bundesliga ist zum Greifen nah!“. Und: „FCU – Deutscher Meister bist du!“ Insgesamt waren rund 5000 Union-Fans nach Bochum gekommen.

Die Bochumer Fans hatten selbst schon einmal laut und lange „Eisern Union!“ gerufen – vor 17 Jahren. Damals hatte der VfL in Aachen den Aufstieg geschafft und dies nur, weil die Eisernen gleichzeitig gegen den Mitkonkurrenten Mainz gesiegt hatten.

Gegen 19 Uhr fuhren die Gästefans am Sonntag mit dem Sonderzug wieder nach Berlin. Zu Zwischenfällen kam es laut Polizei bis dahin nicht, zumindest nicht zu größeren.

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