Bergbaugeschichte

Bochum: Bergbaumuseum bekommt zusätzliches Gebäude

Auf dieser Aufnahme ist die für den Bergbaumuseums-Bau vorgesehene Fläche in der Mitte zu sehen.

Auf dieser Aufnahme ist die für den Bergbaumuseums-Bau vorgesehene Fläche in der Mitte zu sehen.

Foto: Hans Blossey

Bochum.  Rund 40 Millionen Euro soll ein Neubau für das Deutsche Bergbaumuseum kosten. Der Bau entsteht an der Gahlenschen Straße am Westpark.

Der Erweiterungsbau des Deutschen Bergbaumuseums (DBM) an der Gahlenschen Straße wird kommen. Wie die WAZ exklusiv erfuhr, laufen bereits die Vorbereitungen und Absprachen für einen Architekturwettbewerb für diesen repräsentativen Gebäudekomplex, der künftig den Eingang zum Westpark und zur Jahrhunderthalle markieren wird. Die ersten Berechnungen gehen von Kosten in Höhe von rund 40 Millionen Euro für dieses kombinierte Depot- und Forschungsgebäude aus.

Grundstück ist 8000 Quadratmeter groß

Geht alles nach Plan, wird die DMT Gesellschaft Lehre und Bildung als Träger des Deutschen Bergbaumuseums das rund 8000 Quadratmeter große Grundstück noch in diesem Jahr von NRW Urban, der Treuhänderin des NRW Grundstücksfonds, erwerben. „Ich finde es gut, dass dieses Forschungsgebäude und das Depot jetzt wohl nach Bochum kommen werden“, so der Geschäftsführer der DMT Lehre und
Bildung, Adi Siethoff.

Das Land NRW hat über elf Millionen Euro als Zuschüsse für die DMT in den Haushalt für 2020 eingestellt. Der Haushalt wurde bereits vor Weihnachten verabschiedet. Die Mittel sind reserviert, müssen jetzt nur noch vom zuständigen Ministerium für Kultur und Wissenschaft freigegeben werden. Dies gilt jedoch als reine Formalität. Hinzu kommen Zuschüsse des Bundes. Die DMT selbst wird sich durch den Erwerb des Grundstücks beteiligen.

Eigentlich hatte das Bergbaumuseum gehofft, dass bereits 2019 mit den Arbeiten für das ambitionierte Projekt hätte begonnen werden können. Doch die Beantragung der Fördermittel gestaltete sich zäher als erwartet. Das Bergbaumuseum selbst will sich zu dem Projekt erst äußern, wenn die Bewilligungsbescheide für die Förderung des Erweiterungskomplexes vorliegen.

Masterplan für das Bergbaumuseum 2020

Der Neubau ist Bestandteil des Projektes „Masterplan – DBM 2020“. Ursprünglich waren einmal Mittel von 54,5 Millionen Euro veranschlagt, darin sollten jedoch die Kosten für die Sanierung des Altbaus im Stadtparkviertel enthalten sein. Der Neubau allein war zunächst auf rund 30 Millionen Euro taxiert. Dadurch, dass die Baukonjunktur und die Zinsen sich jedoch in den letzten beiden Jahren jedoch deutlich verändert haben, stiegen die Kosten.

Adi Siethof, der viele Jahre Bezirksleiter der IG Bergbau & Chemie war, freut sich als jetziger Geschäftsführer der DMT Lehre und Bildung dennoch über die Entwicklung. „Jetzt ist natürlich die Ausgestaltung eines Wettbewerbs die entscheidende Frage“. Und dies nicht nur für den künftigen Besitzer des Grundstücks, sondern auch für den aktuellen. „Dies ist eine städtebaulich äußerst interessante Lage, wo wir uns natürlich auch ein entsprechendes Gebäude erhoffen“, sagt Burkhardt Bahrenberg, der für NRW.Urban ehemalige Gewerbeflächen vermarktet.

Weitere Grundstücke werden entwickelt

Parallel zur Entwicklung des Projektes des Bergbaumuseums gibt es auch Neuigkeiten zu den beiden anderen ehemaligen Krupp-Flächen in diesem Bereich. So hat die Stadt bereits das rund 3500 Quadratmeter große, unmittelbar neben der künftigen DBM-Dependance-Grundstück erworben. Nach WAZ-Informationen soll dort ein Regenrückhaltebecken und eine kleine Gewerbeansiedlung entstehen. Auf der anderen Seite direkt an der Wattenscheider Straße, wo früher der markante Turm für die Vergütung von Geschützen stand, laufen Gespräche mit einem Investor, der auf diesem rund 5500 Quadratmeter großen Grundstück einen Bürokomplex plant.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben