Kommentar

Bochumer City braucht neue Impulse

WAZ-Redakteur Jürgen Stahlmmentarmontage Online Bochum: Jürgen Stahl

WAZ-Redakteur Jürgen Stahlmmentarmontage Online Bochum: Jürgen Stahl

Foto: Foto: FFS

Die Ergebnisse der Bochumer Innenstadt-Befragung fallen durchwachsen aus. WAZ-Redakteur Jürgen Stahl kommentiert das „City-Barometer“.

Die Bochumer Innenstadt hat an Strahlkraft eingebüßt. Die Abstimmung mit Füßen ist in vollem Gange: Die Einkäufe für den täglichen Bedarf werden möglichst im Stadtteil erledigt. Fürs Shoppen fahren viele Bochumer oft und gern in den rundum erneuerten Ruhrpark (samt kostenloser Parkplätze) oder steuern die Nachbarstädte und Outlet-Center an.

Daher ist es wichtig und richtig, dass der IBO-Verbund erstmals eine Bestandsaufnahme vornimmt. Wie beurteilen die Kunden den Status Quo? Wo erkennen sie Stärken und Schwächen? Die Stimmen und Stimmungen sollten wegweisend sein.

Das gilt vor allem für die Stadtverwaltung. Während Handel und Dienstleistung mit mutigen und kreativen Akteuren die City nach vorne bringen wollen, scheint man im Rathaus erst spät erkannt zu haben, dass es für eine lebendige Einkaufszone auch eines attraktiven Rahmens bedarf. Das 1000-Bänke-Programm kann da nur ein Anfang hin zu einem – autofreien? – Zentrum sein, in dem urbanes Leben pulsiert, in dem sich alle Generationen wohl fühlen. Das „Integrierte städtebauliches Entwicklungskonzept Innenstadt“ (ISEK) bietet dafür in den nächsten Jahren auch ein finanzielles Fundament.

Die Umfrage liefert wichtige Hinweise und ist zugleich ein Weckruf. Die Resultate sind, nun ja, durchwachsen. Dabei wurden nur Besucher befragt, die sich in der Innenstadt aufhielten. Eine stadtweite Studie dürfte nochmals schlechtere Noten hervorbringen.

Bochum braucht Flair, braucht Anreize zum Einkaufsbummel, möglichst mit der ganzen Familie, so wie zuletzt mit der Dino-Ausstellung. Denn die Ware gibt’s auch online.

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