Verkehrssicherheit

Bochumer Linke fordern für Herner Straße breitere Radwege

Beim Verkehrsunfall auf der Herner Straße wurde am 11. Juni zum Glück nur das Rad überrollt.

Beim Verkehrsunfall auf der Herner Straße wurde am 11. Juni zum Glück nur das Rad überrollt.

Bochum.   Die Bochumer Linke sieht Handlungsbedarf bei der Sicherheit für Radfahrer. Sie fordert unter anderem breitete Radwege auf der Herner Straße.

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Die Bochumer Linksfraktion will Radfahrer besser geschützt sehen. Für den Mobilitätsausschuss am 2. Juli hat sie einen Antrag gestellt. Darin steht, dass die Radwege der Herner Straße beidseitig verbreitert werden sollen und Sicherheitsstreifen von 75 cm zu den Parkstreifen und mindestens 50 cm zur Fahrbahn zu markieren. Dazu sollen in den folgenden drei Jahren alle weiteren Straßen mit gefährlich schmalen Radwegen ebenfalls umgestaltet werden.

Linksfraktion reagiert auf Unfälle

Die Linksfraktion reagiert damit auch auf Unfälle, die durch fehlende Sicherheitsabstände passierten. Zuletzt war es am 11. Juni auf der Herner Straße deshalb zu einem schweren Unfall gekommen. Ein Radfahrer fuhr gegen die plötzlich geöffnete Tür eines parkenden Autos, stürzte auf die Fahrbahn und geriet unter die Front eines Lkw.

„Wir beantragen, dass Bochum die Empfehlungen der Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen endlich umsetzt“, sagt Sabine Lehmann, Mitglied der Linksfraktion im Ausschuss für Infrastruktur und Mobilität. „Unfälle wie dieser bestätigen, was Fachleute schon lange sagen: Schmale Radfahrstreifen ohne die notwendigen Sicherheitsabstände machen die Straßen unsicherer. Die Stadt muss hier schnell Abhilfe schaffen!“

Recht Fahrspuren auf der Herner Straße sollen zu Rad-Bus-Spuren werden

Im vergangenen September war ein Antrag der Linken abgelehnt worden. Die SPD und die Grünen stimmten damals dagegen, die Empfehlung des von der Stadt in Auftrag gegebenen Fachgutachtens „Green City Plan“ umzusetzen und die rechten Fahrspuren auf der Herner Straße zu Rad-Bus-Spuren umzuwidmen. „Nun lesen wir in der Zeitung, dass die Stadt den von uns beantragten Umbau erneut prüfen will“, sagt Lehmann. „Wir fordern aber jetzt Nägel mit Köpfen, denn erneute langwierige Prüfungen bedeuten, dass die gefährliche Situation für den Radverkehr und auch die gesundheitsschädlichen Grenzwert-Überschreitungen beim Stickstoffdioxid erst einmal bestehen bleiben.“

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