SPD

Bochums Oberbürgermeister geht am Kiosk auf Tuchfühlung

Oberbürgermeister Thomas Eiskirch spricht mit dem Wirt Peter Sossong vor Connys Büdchen in Wattenscheid.

Oberbürgermeister Thomas Eiskirch spricht mit dem Wirt Peter Sossong vor Connys Büdchen in Wattenscheid.

Foto: Svenja Hanusch / FUNKE Foto Services

Bochum.  Die Bochumer SPD hat mit Oberbürgermeister Eiskirch eine besondere Sommer-Tour absolviert. Vor Büdchen lud er Bürger zum Gespräch ein.

Dass es sich bei Kiosk-Tour der SPD in den letzten Tagen um einen frühen Wahlkampf-Aufgalopp für die Kommunalwahl im nächsten Jahr gehandelt habe, davon jedenfalls will Oberbürgermeister Thomas Eiskirch (SPD) nichts wissen. Wie versprochen, hatte er – ob bei Regen oder drückender August-Hitze – jedesmal ein Ohr für die Anliegen der Bürger. Sein Fazit: „Jeder dieser fünf Termine war anders, aber immer ging es bei diesem auch für mich neuem Format um den direkten Kontakt zu den Bürgern.“

Auf eine gemischte Tüte mit dem Oberbürgermeister

Nicht die große Politik stand im Zentrum der Aktion, die unter dem Motto „Auf eine gemischte Tüte mit...“ stand. Vielmehr nahmen sich jeweils ein SPD-Ratsmitglied und Thomas Eiskirch eine Stunde Zeit, um sich Anregungen und auch Kritik zu lokalen und sublokalen Themen anzuhören. Vor Conny’s Büdchen auf der Weststraße in Wattenscheid-Leithe fand sind eine muntere Truppe ein, die kein Blatt vor den Mund nahm.

Das mag auch an der offenen Art von Wirt Peter Sossong gelegen haben. Vor vier Jahren hat er die traditionsreiche Leither Gaststätte „Altes Gasthaus Kampmann“ aus dem jahrelangen Dornröschenschlaf erweckt. Erst lief alles prima, doch jetzt versteht Peter Sossong die Welt nicht mehr: „Das Ordnungsamt hat uns untersagt, größere Konzerte in unserem Saal zu veranstalten.“ Die Umstehenden stimmen zu: „Endlich ist hier bei uns mal wieder ein bisschen etwas los, und dann das.“ Eiskirch und das Wattenscheider SPD-Fraktionsmitglied Burkart Jentsch hören sich alles an. Hintergrund für dieses Verbot sind offenbar geänderte rechtliche Rahmenbedingungen.

Auch ein weiteres Thema sorgt in Leithe für Aufregung. Gleich neben dem Büdchen wird die Kreuzung neu gestaltet. Eine Ampelanlage wird installiert. Eine Einbahnregelung ist für die Jahnstraße vorgesehen. Die Anwohnerinnen Dr. Eva Lena Richter und Claudia Müller nehmen Eiskirch kurzerhand mit. Ortstermin: „Wir werden uns die Verkehrssituation hier noch einmal genau anschauen.“ Er verspricht nichts, zeigt aber allein durch seine Anwesenheit, dass er die Menschen ernst nimmt.

Beim letzten Termin in der intern auch Klümpkes-Tour genannten Aktion geht es ruhiger zu. Während über die Wittener Straße der Verkehr brummt, sitzt das Grüppchen gemütlich vor Bobo’s Trinkhalle. Eine Bank sorgt für eine fast dörfliche Atmosphäre.

Positive Entwicklungen herausgestellt

Fraktionsmitglied Simone Gottschlich schwärmt von Altenbochum und die positiven Entwicklungen der letzten Monate. Sie zählt die positiven Entwicklungen auf, allen voran natürlich die bald behobene Engstelle der Wittener Straße an der Brücke über den Oviedoring.

Doch es gibt auch Kritik: Einige Anlieger sehen die Ansiedlung der Zentralen Dienste für die städtischen Friedhöfe und der Feuerwehr neben dem Hauptfriedhof Freigrafendamm auf der Straße Feldmark durchaus kritisch. Von hier aus sollen künftig die Friedhofsmitarbeiter ausschwärmen, um ihre Arbeiten auf den anderen Friedhöfen auszuführen. Der Hintergrund für diese Entscheidung war, dass so nicht mehr an jedem Friedhof in der Stadt eine gewisse Infrastruktur – etwa das Unterhalten von Räumlichkeiten oder Werkstätten – vorgehalten werden muss.

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