Polizei

Brandrede: Polizist „Toto“ muss kein Strafverfahren fürchten

Torsten „Toto“ Heim, hier bei einem Treppenlauf in Essen im Jahr 2016.

Torsten „Toto“ Heim, hier bei einem Treppenlauf in Essen im Jahr 2016.

Foto: Michael Gohl

Bochum.   Mit seiner Rede über Ausländer hat sich der frühere TV-Polizist Torsten „Toto“ nicht strafbar gemacht. Damit ist der Fall aber nicht erledigt.

Der ehemalige TV-Polizist Torsten „Toto“ Heim („Toto & Harry“) muss nach seiner umstrittenen Rede über Kriminalität und Ausländer kein Strafverfahren befürchten. Die Staatsanwaltschaft sieht in Heims Worten keine Strafbarkeit, wie die Polizei mitteilt.

Davon unabhängig prüft die Polizei weiter, ob er gegen das für Beamte geltende Mäßigungsgebot und die Neutralitätspflicht verstoßen hat. Grundsätzlich drohen eine Ermahnung, eine Geldbuße, eine Degradierung oder gar eine Entlassung. Aber auch gar keine Konsequenzen sind in diesem Fall möglich.

Heim arbeitet heute in der Wache Unistraße

Ein Internet-Video zeigt, wie Heim als Privatmann bei einer Veranstaltung in Thüringen ein seiner Ansicht nach zu weiches Vorgehen gegen kriminelle Ausländer beklagt, eine Verbindung zu „Synagogen“ und „Minaretten“ herstellt und sich über „linke Zecken“ ärgert.

Heim arbeitet heute als Polizeihauptkommissar in der Wache Südost an der Universitätsstraße.

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) in Bochum wollte sich auf Anfrage zu dem Fall nicht äußern und verwies auf die laufenden Untersuchungen.

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