Bürgerwoche

Bürgerwoche informiert über Aktuelles im Stadtteil

Auch in Werne war die Bürgerwoche unter freiem Himmel gut besucht.

Auch in Werne war die Bürgerwoche unter freiem Himmel gut besucht.

Foto: Dietmar Wäsche / FUNKE Foto Services

Werne  Etwas Musik, etwas Information: Besucher der Bürgerwoche in Werne können sowohl Gesang lauschen als auch aktuelle Pläne im Stadtteil verfolgen.

. Franko Spiller erinnert sich noch gut an seine Kindheit in Werne. Wo er sonst immer den Wochenmarkt aufgesucht hat, findet nun das Programm der Bürgerwoche statt. Für ihn ist der Besuch also auch eine kleine Reise in die Vergangenheit – schließlich lebt er inzwischen in Köln. Mit Mutter Ilse Spiller verbringt er den Nachmittag, trifft Bekannte und freut sich über die günstigen Waffeln. „Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist toll“, sagt er. „Das ist wirklich ein Fest für die Nachbarschaft.“

Neben Süßem, Gegrilltem und kurdischem Essen gibt es schließlich auch einige Programmpunkte. Eingeläutet werden verschiedene Bühnenshows mit dem Auftritt des Volkschors Bochum-Werne, der durch den Ruhrlandchor und Musik an Gitarre und Klavier begleitet wird. Er singt bekannte Lieder, die das Publikum zum Mitsingen anregen sollen. Anschließend gibt’s Musik von den Beatles bis hin zu Macklemore auf die Ohren, bis Pastor Volker Sturm aus der Evangelischen Freien Gemeinde mit seiner Gitarre auf die Bühne tritt. Auch der Festumzug findet trotz Regen statt, wenn auch etwas kleiner als gewohnt.

Infos über Pläne in Werne

Zudem gibt es einige Möglichkeiten, sich über aktuelle Themen im Stadtteil zu informieren. So geht es am Stand des

Stadtteilmanagements WLAB etwa um die aktuelle Mobilitätssituation in Werne. Mithilfe von drei verschiedenen Karten können Besucher angeben, welche Verkehrsmittel sie am ehesten benutzen, welche Ideen sie für ein Alltagsradwegnetz haben und wo es noch Ausbaubedarf für Fußgänger gibt. „Natürlich können wir nur einen kleinen Teil unserer momentanen Arbeit ausstellen“, sagt Karsten Höser. Weitere Infos verteilt er in Form von Flyern, etwa eine Karte mit den Standpunkten der historischen Informationstafeln in Werne.

Recht viel Zulauf erfährt die Bürgerinitiave „Pro Feld“. Sie setzt sich dafür ein, dass das Werner Feld eine freie Fläche bleibt.

Die Pläne zum Straßenbau durch das Gebiet sind vom Tisch – allerdings möchte die Gruppe noch erreichen, dass das Feld weiterhin als nicht bebaubare Fläche im Regionalplan erhalten bleibt. „Wir möchten das Gebiet etwa mit verbesserten Wegen, einer Obstbaumallee und Spielgeräten aufwerten“, sagt die Vorsitzende des Vereins, Dr. Beate Scheffler.

Einen Blick in die Zukunft gewährt auch das „KathCar“ der Pfarrei Liebfrauengemeinde. Vor dem Bulli im Comic-Design sitzt die 19-jährige Viola Wahle, die ehrenamtlich in der Herz-Jesu-Gemeinde aktiv ist. „In erster Linie soll der Wagen einen Begegnungsort schaffen“, sagt sie. Zur Bürgerwoche geht es insbesondere um mögliche Pläne zur Umgestaltung der Kirche, etwa in Form eines Kolumbariums oder einer Event- und Gastrokirche.

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