Grillen

CDU beharrt auf einem Grillverbot am Ümminger See

Die Frage, Grillen am Ümminger See zu verbieten oder eingeschränkt weiter zuzulassen, ist zu einem Politikum geworden.

Die Frage, Grillen am Ümminger See zu verbieten oder eingeschränkt weiter zuzulassen, ist zu einem Politikum geworden.

Foto: Dietmar Wäsche

Langendreer.   Die Fraktion lehnt den Vorschlag von Rot-Grün ab, eine Teilfläche am Ümminger See zu pflastern. „Das löst das Problem des Grilltourismus nicht.“

Das Thema Grillen am Ümminger See und seine negativen Begleiterscheinungen wie zugemüllte Wiesen, Parkchaos und brennende Holzkohle direkt unter Bäumen erhitzt weiter die Gemüter und verhärtet die politischen Fronten.

So reagiert die CDU-Ratsfraktion jetzt mit „völligem Unverständnis auf die Idee von Rot-Grün im Bezirk Ost, am Ümminger See für 10.000 Euro eine Teilfläche zu pflastern, um dort das Grillen zu gestatten“, sagt Fraktionsvorsitzender Christian Haardt. Die Koalition im Bochumer Osten hatte zuletzt vorgeschlagen, das Grillen am See nur noch auf zwei kleinen Flächen zuzulassen; dort soll Platz für rund 20 Grills entstehen.

CDU: „Sinnlose Verschwendung von Steuergeldern“

Dies war eine Neuausrichtung, hat doch noch Anfang April Bezirksbürgermeisterin Andrea Busche (SPD) ein striktes Grillverbot gefordert, nachdem die Lage nach einem schönen Wochenende aus dem Ruder gelaufen war.

„Die neue Idee von Rot-Grün ist eine weitere sinnlose Verschwendung von Steuergeldern und keine Lösung des eigentlichen Problems“, so Haardt und führt aus: „Wer am Osterwochenende die Pkw am Ümminger See beobachtet hat, konnte feststellen, dass mehr als die Hälfte der Fahrzeuge auswärtige Kennzeichen hatte. Wobei die meisten aus den umliegenden Regionen des Ruhrgebiets kamen, aber auch Grilltouristen aus Köln und Leverkusen den Ümminger See besuchten.“

Grillen am Ümminger See sehr beliebt

Die Ausweisung einer befestigten Grillfläche löse das Problem des Grilltourismus nicht, findet auch Elke Janura, CDU-Ratsmitglied aus dem Bochumer Osten. Der Ümminger See, so stellt sie fest, sei eine Fläche, die der Naherholung diene. Sie sei nicht der Grillplatz des Ruhrgebiets.

Tatsächlich taucht der Ümminger See weit oben auf, wenn man „Grillplätze im Ruhrgebiet“ im Internet sucht.

Der einzige Ausweg sei das von der CDU am 11. April im Rat geforderte Grillverbot, meint Christian Haardt. „Die damalige Gelegenheit, die Verwaltung zügig mit der Umsetzung zu beauftragen, ist von der rot-grünen Koalition im Rat jedoch blockiert worden. Die Chancen, dass sich jetzt kurzfristig noch Änderungen für diese Grillsaison umsetzen lassen, stehen inzwischen äußerst schlecht“, so Haardt.

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