Richtfest

Der Bau des Wohnviertels Krone biegt auf die Zielgerade

Das Wohnprojekt Krone an der Kronenstraße im Ehrenfeld feiert Richtfest. Die Genossenschafts-Wohnungen sollen im nächsten Jahr bezugsfertig sein.

Das Wohnprojekt Krone an der Kronenstraße im Ehrenfeld feiert Richtfest. Die Genossenschafts-Wohnungen sollen im nächsten Jahr bezugsfertig sein.

Foto: Claudia Heindrichs / FUNKE Foto Services

Bochum-Ehrenfeld.  Das Richtfest wird in Bochum-Ehrenfeld mit einer Familienparty gefeiert. Die Genossenschafts-Mitglieder freuen sich auf ihre neuen Wohnungen.

Beim Richtfest des Wohnquartiers an der Kronenstraße gibt es nicht nur Sekt, heiße Suppe und ein paar Regentropfen – auch Freudentränen sind dabei. Gabriele Stößlein, Mitglied der für das Projekt gegründeten Wohnungsgenossenschaft Krone eG, ist bei einer Führung durch den noch kahlen Rohbau sichtlich berührt: „Ende Juli nächsten Jahres kann ich meine Wohnung voraussichtlich beziehen“, hofft Stößlein.

Es handelt sich hierbei um den für die Mitglieder der Genossenschaft vorgesehenen Baukörper. Die Fensterrahmen sind bereits fertig, nun folgen die Fenster, bevor der Innenraum fertig gestellt wird. Noch bildet sich auf dem kalten Betonboden eine Wasserpfütze – dort, wo bald die Fußbodenheizung herlaufen wird. „Man kann sich kaum vorstellen, bald hier zu wohnen. Aber ich freue mich sehr auf die Wohnung – auch, wenn viele meiner Freunde sagen, das wird vor 2021 nichts“.

Eigentumswohnungen zwei Monate später

Momentan sieht es gut aus. Vorstandsmitglied der Krone eG, Barbara Reddgau, schätzt, dass das Gebäude mit den Eigentumswohnungen zwei Monate später als das Haus der Genossenschaft fertig sein wird. Die übrigen Mietwohnungen werden ab Oktober 2020 über „Hackert-Immobilien“ vermittelt. Barbara Reddgau kann sich auf eine Eigentumswohnung im Gebäude der Genossenschaft freuen – auch, wenn sie zur Zeit eher gemischte Gefühle hat: „Ich bin in anderen Sphären als meine Mitgenossen. Ich habe wegen der ganzen Planungen noch gar keinen Kopf für eine neue Küche oder die Inneneinrichtung. Meine Freizeitbeschäftigung ist zur Zeit die Planung des Gartens.“

Auch Willi Gründer, Privatinvestor, ist zufrieden: „Die Bauarbeiter haben ausgezeichnete Arbeit geleistet. Und wenn wir im Zeitplan derzeit noch etwas hinten liegen, so ist dies den Planern und den Bauherren mit ihren Änderungswünschen anzulasten.“ Der Plan des Johanneswerks, gemeinsam mit dem Wichernhaus in Gerthe die Etagen an der Kronenstraße zu nutzen, scheiterte, weil wegen der Einzelzimmer-Vorgabe für Altenheime Kapazitäten ausgebaut werden müssten.

Auch die Diakonie sprang ab

Der bautechnische und finanzielle Aufwand wäre zu groß gewesen. Auch die Diakonie, die ursprünglich eine kleine Demenz-WG mit acht Wohnungen unterbringen wollte, sprang ab. Das kostete Zeit. Trotzdem ist Gründer positiv gestimmt: „Unser Ziel war es, inmitten einer einzigartigen, urbanen Umgebung ein Quartier zu schaffen, dass die Annehmlichkeiten einer innerstädtischen, kulturell herausragenden Lage mit den individuellen Vorzügen einer vielfältigen, sozialen Umgebung verbindet“.

Barbara Reddgau ist mit dem sozialen Umfeld schon sehr zufrieden. An der Begrünung wird noch auf Hochtouren gearbeitet: Nicht nur die Dächer des Wohnquartiers sollen begrünt werden - auch der Garten ist an seinen Rändern schon mit Obstbäumen bepflanzt. Bald kommt der Mutterboden. Reddgau: „Einer der Obstbäume trug sogar schon eine Kirsche.“

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