Figurentheater

Fest bietet viele Einblicke in die Welt des Puppenspiels

Kultur pur: Die wissenschaftliche Mitarbeiterin Mareike Gaubitz präsentiert beim Sommerfest im Deutschen Forum für Figurentheater stolz eine indonesische Stabfigur.

Kultur pur: Die wissenschaftliche Mitarbeiterin Mareike Gaubitz präsentiert beim Sommerfest im Deutschen Forum für Figurentheater stolz eine indonesische Stabfigur.

Foto: Kerstin Buchwieser / FUNKE Foto Services

Weitmar.   Mondäne Stadtvilla in Weitmar ist Heimat des Deutschen Forums für Figurentheater. Beim Sommerfest gibt es viele Angebote rund ums Puppenspiel.

Ein Fest wie aus dem schönsten Sommerwimmelbuch. Nachbarinnen und Nachbarn, Kulturschaffende und Sommerfrischler vom Baby bis zur Seniorin sind zum Fest im Deutschen Forum für Figurentheater und Puppenspielkunst (DFP) an die Hattinger Straße 467 gekommen. Sie alle genießen das feine Angebot vom Keller bis zum Dach und rund um den alten Wasserspeicher herum. Denn, was von außen wie eine Gründerzeitvilla mit vier Stockwerken scheint, beherbergt im Innern ehemalige Wassertanks.

Bereits zum zweiten Mal hat das DFP zum Sommerfest im Rahmen der Bo-Biennale, dem Festival der freien Szene in Bochum, geladen. Im Vorgarten an der Hattinger Straße ist man sich einig, dass es sich hier wunderbar lauschig mit Eis und Bratwurst in Liegestühlen und Hängematten sitzen lässt. Einmal ums Eck herum pflanzt Anette Dabs, die Leiterin des Hauses, mit Besuchern Blumen und hinter der nächsten Ecke erzählt Wolfgang Schulze von Bienen und Imkern. In diesem Garten hat nämlich auch ein ganzes Bienenvolk ein Zuhause.

Roboterfiguren wuseln durch den Keller

Um die vierte Ecke herum gibt es einen Tanzteppich. Die Leute von Lunatic Circus legen entspannte Musik auf, ein guter Ort zum Ausruhen, Plaudern und Tanzen. Am Abend spielt hier die Band „Die Freedes“. Von Außen ist das Haus des DFP ein imposanter Bau, Innen erstaunt die Enge. Im Büro ist die Kaffee- und Kuchenbar aufgebaut. Limos und liebevoll hergestellte Leckereien werden feil geboten und alle Mitwirkenden sind wunderbar herzliche Gastgeber.

Stolz und glücklich zeigt Anette Dabs die neue Bibliothek in der ersten Etage. In den Fächern findet nun Gedrucktes zu allen Themen rund um Schauspiel und Kunst mit Figuren und Objekten bis hin zum Trickfilm einen Platz.

Die ganze Facette des Puppenspiels lässt sich auch beim Sommerfest erleben: im Keller zeigt die Figurenspielerin Yvonne Dicketmüller ihre Roboterfiguren. Kleine Wesen aus Papier und Pappe, die im Dunkeln herumwuseln und das Licht suchen. Was so analog und zum Liebhaben daher kommt, ist im Inneren mit Computern und Motoren bestückt. „Strom“ heißt das Kindertheaterstück dazu, das am kommenden Samstag (22., 14 Uhr) übrigens im Bahnhof Langendreer zu sehen sein wird.

In der ersten Etage gibt das Amada Theater in einer Fotoausstellung mit Hörstücken einen Ausblick auf die Live-Katastrophenfilm-Performance „One World Is Not Enough“. Und hoch oben unter dem Dach zwischen den Wasserspeichern erzählt Lutz Großmann „Geschichten gegen die Angst“ für alle ab fünf Jahren. Das Deutsche Forum für Figurentheater und Puppenspielkunst – e indeutig „the place to be“ an diesem Nachmittag.

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