Luchs

Freilaufender Luchs: Tierpark rät Hundehaltern zur Vorsicht

Bis 2016 lebten im Tierpark Bochum auch Luchse. Männchen „Garfield“ starb mit 25 Jahren. Die Tierpfleger haben Erfahrung mit dem Umgang mit den Raubtieren und geben Tipps.

Bis 2016 lebten im Tierpark Bochum auch Luchse. Männchen „Garfield“ starb mit 25 Jahren. Die Tierpfleger haben Erfahrung mit dem Umgang mit den Raubtieren und geben Tipps.

Foto: Ingo Otto

Bochum.   Nachdem in Bochum-Werne ein Luchs gesichtet wurde, rät der Tierpark Bochum Hundehalter zur Vorsicht. Für Menschen ist der Luchs nicht gefährlich.

Der Tierpark Bochum rät Hundehalter nach der Sichtung eines freilaufenden Luchses auf einem Feld in Werne zur Vorsicht. Ein Landwirt hatte das scheue Raubtier am Mittwochabend auf dem Feld in Werne beobachtet und die Polizei informiert. Bei dem Tier handelt es sich wohl um einen entlaufenen Luchs aus dem Wildpark Granat in Haltern.

Für den Menschen soll der Luchs ungefährlich sein, heißt es von der Polizei. Das bestätigt auch der Tierpark Bochum. Dort lebte bis 2016 Luchs-Männchen Garfield, der mit 25 Jahren gestorben war. Zwei Jahre vorher war Luchs-Dame Lucy gestorben.

In der Haltung des Raubtieres galt es jedoch einige Sicherheitshinweise zu beachten: So sei das Gehege etwa mit einem besonderen Schleusensystem gesichert gewesen. „Wenn ein Tierpfleger in das Gehege reinmusste, dann immer zu zweit“, sagt Sprecherin Judith Becker.

Hunde an die Leine

In der freien Wildbahn bekäme man einen Luchs nur selten zu Gesicht. „Die Tiere sind sehr scheu“, sagt Judith Becker. „Menschen sollten sich dem Tier nicht nähern und es auf gar keinen Fall in die Enge treiben.“ Ganz wichtig: „Hunde sollten in nächster Zeit an der Leine bleiben. Je nach Größe kann der Luchs ihnen gefährlich werden.“

Ein Luchs fresse vor allem Rehe, aber auch Kaninchen, Hasen, Mäuse und Ratten. Er sei ein Einzelgänger und in der Regel frühmorgens, abends und nachts aktiv.

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