Vereinsjubiläum

Gesellen- und Meisterverein feiert 40-jähriges Bestehen

Zur Feier des 40. Jubiläums begrüßt Präses Pfarrer Rolf Schuld die Mitglieder des Gesellen- und Meistervereins Bochum-Süd.

Zur Feier des 40. Jubiläums begrüßt Präses Pfarrer Rolf Schuld die Mitglieder des Gesellen- und Meistervereins Bochum-Süd.

Foto: Gero Helm / FUNKE Foto Services

Bochum-Linden.  Im Gesellen- und Meisterverein hat sich in 40 Jahren einiges geändert. Das Jubiläum wurde am Wochenende gefeiert – mit Rückblick in die Chronik.

Bei seiner Gründung vor 40 Jahren, im Herbst 1979, durften nur Männer in den Evangelischen Gesellen- und Meisterverein Bochum-Süd eintreten. Die meisten von ihnen waren damals noch berufstätig. Die Idee der Handwerker war, sich ähnlich den Kolpingsbrüdern in der evangelischen Kirche einzubringen. Mittlerweile sind Frauen im Verein in der Überzahl, auch das Durchschnittsalter ist eindeutig gestiegen. Das bedeutet jedoch nicht, dass der Verein nicht mehr aktiv ist: Auch das Jubiläum haben die Aktiven gemeinsam begangen.

Tagesfahrt nach Brüggen wurde mit der Kamera begleitet

Der Präses Pfarrer Rolf Schuld hat zu Beginn des Festes eine Andacht gehalten. Im Anschluss wurde eine ausführliche Vereinschronik vorgestellt, bevor schließlich noch der Shanty-Chor „Die Knurrhähne“ das Beisammensein bei Kaffee und Kuchen begleitet hat.

Hierbei konnten sich die Vereinsmitglieder noch einmal an die gemeinsame Tagesfahrt nach Brüggen am Niederrhein erinnern. Amateurfilmerin Tanja Grewing, deren Beiträge auch auf NRWision gezeigt werden, hat die Fahrt begleitet und gefilmt. „Wir hatten besonders Spaß am Oldtimer-Bus, Baujahr 1963, mit dem wir nach Brüggen gefahren sind“, sagt der Vorsitzende Werner Gierse. Mittlerweile veranstaltet der Verein eine Tagesfahrt im Jahr – früher haben mehrere Bildungsfahrten und auch Wochenfreizeiten stattgefunden. „Wir haben zum Beispiel eine Umweltwoche auf Borkum verbracht“, erinnert sich Werner Gierse. „Das war dann kein Urlaub, sondern eine Woche voll mit Programm zu verschiedenen Umweltthemen.“

Jeden Monat findet ein Vortrag statt

Auch Firmenbesichtigungen haben häufiger stattgefunden – das hat jedoch mit zunehmendem Alter der Vereinsmitglieder abgenommen. „Die Finanzierung ist heute schwieriger, etwa, weil gar nicht mehr viele Meister und Gesellen im Verein sind.“ Eine Tanzgruppe, die sich zwischenzeitlich gebildet hatte, musste wegen der wenigen Teilnehmer und Überalterung aufgelöst werden.

Was jedoch nach wie vor stattfindet, sind monatliche Vortragsabende. Immer am dritten Freitag um 19 Uhr trifft sich der Verein im Gemeindehaus der Christuskirche und lauscht etwa einem Apotheker, der über Medikamente aufklärt, einem Sicherheitsbeauftragten oder Neuigkeiten aus dem Stadtbezirk. Jeden zweiten Mittwoch im Monat trifft sich eine Frauengruppe und zu Festen im Stadtteil ist der Verein etwa mit Reibekuchen vertreten.

Basar auf Weihnachtsfeier ist beliebt

Ein weiterer wichtiger Termin im Jahr ist die Weihnachtsfeier. Mit Kaffee, etwas Programm und einem Imbiss am Abend wird der Advent begrüßt. Außerdem findet den Nachmittag über ein Basar statt, auf dem selbstgemachte Marmelade und Liköre verkauft werden. „Gerade für ältere Leute ist es schließlich auch wichtig, einen Treffpunkt zu haben“, sagt Werner Gierse, der auch ehrenamtliche Spaziergänge in Weitmar führt. „Jemand, der etwa seinen Ehepartner verloren hat, kann durch solche Treffen und Vereine schnell Kontakte knüpfen.“

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