Gesundheit

HNO-Ärzte halten Notdienst im Elisabeth-Hospital bereit

Der HNO-Notdienst wird seit Monatsbeginn im St.-Elisabeth-Hospitals vorgehalten. Die Kassenärztliche Vereinigung spricht von einem Pilotprojekt

Foto: Dietmar Wäsche

Der HNO-Notdienst wird seit Monatsbeginn im St.-Elisabeth-Hospitals vorgehalten. Die Kassenärztliche Vereinigung spricht von einem Pilotprojekt Foto: Dietmar Wäsche

Bochum.   Bisher führten die HNO-Ärzte den Bereitschaftsdienst in ihren Praxen durch. Nun gibt es eine zentrale Notfallpraxis im St.-Elisabeth-Hospital.

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Wer am Wochenende einen Hals-Nasen-Ohrenarzt aufsuchen muss, findet seit Monatsbeginn im St.-Elisabeth-Hospital eine Anlaufstelle. Fachärzte aus der Region eröffneten an der Bleichstraße eine zentrale HNO-Notfalldienstpraxis.

Bei heftigen Ohrenschmerzen, Mandel- und Kehlkopfentzündungen, Schwindelattacken oder Verdacht auf Hörsturz: Schnelle Hilfe des HNO-Arztes tut not. Auch außerhalb der Praxis-Öffnungszeiten. Gerade jetzt im Winter. Die HNO-Bezirksgruppe Bochum, zu der auch der EN-Kreis, Herne und Castrop-Rauxel gehören, hat den Bereitschaftsdienst bislang in den Praxen organisiert. Wer gerade Dienst hatte, mussten die Patienten über die Rufnummer 116 117 erfragen. Zum 1. Februar haben sich die 40 Fachärzte neu aufgestellt. Für ihren Notdienst nutzen sie nunmehr die Ambulanz der HNO-Klinik im St.-Elisabeth-Hospital.

Keine Notdienst am Mittwoch

Innerhalb der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Westfalen-Lippe ist es die erste HNO-Notdienstpraxis. „Ein Prototyp“, sagt Bezirksleiter Dr. Eckhard Kampe. Der bietet vielerlei Vorteile, erklärt HNO-Bezirksgruppenleiter Dr. Klaus-Peter Tillmann. Die Patienten haben eine zentrale, verlässliche Adresse. Und: „Notfälle können direkt in der HNO-Universitätsklinik behandelt werden“, betont Kampe.

Möglicherweise nicht von Dauer ist ein Nachteil, der sich für die Patienten ergibt. Anders als bislang in den Praxen gibt es im „Eli“ keinen Mittwochs-Notdienst mehr. Die Nachfrage sei zuletzt eher schwach gewesen, begründet Tillmann. Aber: „Wir behalten den Mittwoch im Blick und werden ihn bei Bedarf 2019 wieder hinzunehmen.“ Auch bei den Öffnungszeiten freitags bis sonntags (siehe Info-Kasten) sei man flexibel: „Sollten Änderungen erforderlich sein, können wir auch da jederzeit nachjustieren.“

Dritte Einrichtung ihrer Art in Bochum

Die HNO-Notdienstpraxis ist die dritte ihrer Art in Bochum:
– Seit 2011 unterhält die Kassenärztliche Vereinigung im St.-Josef-Hospital an der Gudrunstraße die Hausärztliche Notfallpraxis. Über 20 000 Patienten werden dort jährlich betreut (montags, dienstags und donnerstags von 18 bis 22 Uhr, mittwochs und freitags von 13 bis 22 Uhr, samstags, sonntags und feiertags von 8 bis 22 Uhr).
Seit 2016 gibt es die zentrale Ambulanz der Kinderärzte in der Kinderklinik an der Alexandrinenstraße (montags, dienstags und donnerstags von 19 bis 21 Uhr, mittwochs und freitags von 16 bis 21 Uhr, samstags und sonntags 9 bis 21 Uhr). 2017 wurden hier 18 700 Untersuchungen vorgenommen.

Nach Angaben von KV-Bezirkschef Dr. Eckhard Kampe planen auch die Augenärzte, ihren Notdienst zum 1. Juli zu zentralisieren. Als Notdienstpraxis ist die Augenklinik des Knappschaftskrankenhauses Langendreer vorgesehen.

>>>Öffnungszeiten der HNO-Notfallpraxis

Die Öffnungszeiten der HNO-Notfalldienstpraxis im St.-Elisabeth-Hospital (Bleichstraße 15): freitags von 15.30 bis 17.30 Uhr sowie samstags, sonntags und feiertags jeweils von 9.30 bis 12.30 Uhr und 15.30 bis 17.30 Uhr. „In der Regel gilt: Eine Praxis übernimmt den Notdienst für ein Wochenende“, so Bezirksgruppenchef Dr. Tillmann

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