Lernförderung

In der Bochumer „Kultur-Uhle“ lernen Schüler spielerisch

Franziska Weniger und Tim Fabiszewski freuen sich über die Eröffnung der Think School.

Franziska Weniger und Tim Fabiszewski freuen sich über die Eröffnung der Think School.

Foto: Dietmar Wäsche / FUNKE Foto Services

Bochum.  In Bochums „Kultur-Uhle“ gibt es in den Sommerferien Nachhilfe der besonderen Art. In der neu eröffneten „Think School“ wird spielerisch gelernt.

Die Think School (Denkschule) hat in der Kultur-Uhle ihre Eröffnung gefeiert. Künftig erhalten Schüler ab der fünften Klasse bis hin zur Oberstufe dort Nachhilfeunterricht, der auf innovativen Lernkonzepten beruht. In den Sommerferien stehen drei Termine zur Wahl. Im September folgt das Nachhilfeprogramm „Think2-Learn“.

„Keine klassische Nachhilfe“

In der Think School soll Lernen auch Spaß machen: Der spielerische Aspekt der Wissensvermittlung steht daher im Vordergrund. Franziska Weniger (24) und Tim Fabiszewski (27) sind sogenannte Lerncoaches in der Think School. Beide sind vom Konzept überzeugt. „Wir bieten keine klassische Nachhilfe, sondern einen Ort, zu dem die Schüler gerne kommen. Hier gibt es Lernabenteuer“, sagt die 24-Jährige. Sie studiert in Dortmund das Lehramt für Sonderpädagogik.

Lernmotivation ist zuhause oft gering

„Zuhause gibt es oft nicht die richtigen Voraussetzungen zum Lernen. Auch die Motivation ist da oft nicht allzu groß. Deshalb haben wir diesen Lernort erschaffen“, so Fabiszewski, der Kulturwissenschaften studiert. Insgesamt sechs Lerncoaches werden die Kurse in den Sommferien begleiten (Donnerstags, 8., 15. und 22. August).

Michael Prüfer (30) ist Gründer der Think School und freut sich auf die kommenden Wochen: „Bei uns gibt es keine klassischen Lernzwänge, daher finden die Kurse in den Sommerferien statt. So können die Schüler ungestört vom Schulalltag lernen.“ Sein Konzept greift unter anderem auf Escape Rooms und Lernspiele zurück. „Spiele gehören zum Alltag jeden Kindes. Für uns ist es naheliegend, diese auch zur Lernförderung zu nutzen.“

Neue Lernstrategien

Wie genau sieht das spielerische Lernen in der Kultur-Uhle aus? Lerncoach Weniger fasst es so zusammen: „Im Bereich Mathematik ergänzen wir das Fachliche mit Rätseln. Aber nicht mit gewöhnlichen Zahlenrätseln, sondern solchen, die die konkreten Interessen der Schüler abdecken.“ Mithilfe dieser Denkaufgaben sollen die Kinder und Jugendlichen neue Lernstrategien entwickeln, die sie wiederum im Schulunterricht anwenden.

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