Inklusion

Inklusives Musik- und Tanzprojekt erhält Förderpreis

Milli Häuser (mit Gitarre) bei einem Auftritt der inklusiven Band „Walking on the Moon“ im Bahnhof Letmathe.

Milli Häuser (mit Gitarre) bei einem Auftritt der inklusiven Band „Walking on the Moon“ im Bahnhof Letmathe.

Foto: Michael May / IKZ

Bochum.  Die Bochumer Musikerin Milli Häuser freut sich über eine besondere Auszeichnung. Ihr inklusives Kulturprojekt „Mondwinde“ wurde preiswürdig.

Die Bochumer Musikerin und Veranstalterin Milli Häuser („Tatort Jazz“) freut sich über eine besondere Auszeichnung: Ihr inklusives Kulturprojekt „Mondwinde – Music & Dance Symposion“ ist mit dem Förderpreis „InTakt“ der Miriam-Stiftung ausgezeichnet worden. Thema der Ausschreibung 2019 war:„Künstlerische Interdisziplinarität“. Die Preisverleihung findet am Samstag, 19. Oktober, um 17 Uhr im Rathaus Dortmund statt.

Jazz und Pop treffen auf Tanz

„Mondwinde“ heißt das von Häuser zusammengestellte, bis zu 23-köpfige Künstler/innen-Kollektiv, zu dem die Jazz/Rock-Band „Walking On The Moon“ aus Bochum und die „Tanzkompanie Windspiel“ aus Witten/Dortmund gehören. „,Mondwinde’ sind ein freies Musik- und Tanzensemble, bei dem behinderte und nichtbehinderte Menschen zusammenarbeiten. Unser Stil ist improvisatorisch, aber auch fest inszeniert. Musikalisch schöpfen wir aus Jazz-, Pop- und Weltmusik in Verbindung mit zeitgenössischem Tanz“, berichtet Milli Häuser, die gemeinsam mit der „Windspiel“-Leiterin Ute Mittelbach das Projekt führt.

Musikalisch gefördert

Die Musik und die Tanzperformances stammen überwiegend aus eigener Feder, oder es wird Bekanntes neu arrangiert. Vorwiegende Themen sind „das Leben“ mit all seinen Facetten. „Seit 2018 arbeiten wir an gemeinsamen Projekten und zeigen diese auf verschiedenen Bühnen“, so Milli Häuser. Die Anfänge liegen noch länger zurück. Bereits 2012 gründete die „Tatort Jazz“-Initiatorin neben ihrer Dozententätigkeit an der TU Dortmund/Reha-Wissenschaften (Fachbereich Musik und Bewegung) die Band „Walking On The Moon“. Das Vorhaben wurde im Rahmen des „Dortmunder Modells“, wo behinderte Musiker musikalisch durch Unterricht gefördert werden, unter anderem vom ihr begleitet.

Überwiegend eigene Songs

„Walking On The Moon“ spielten seitdem zahlreiche Livekonzerte von Partys, Ausstellungen, Festivals, Tagungen bis hin zum Landtag Düsseldorf. Ihre Musikrichtung ist eine jazzige Fusion mit Pop Soul, Funk und Karibischer Musik. 2014 gewann die Band bereits den Sonderpreis der Miriam Stiftung. Mit dem Preisgeld nahm sie ihre Debüt-Album „What Is Hip“ mit überwiegend eigenen Songs auf.

Bei der Preisverleihung am Samstag werden „Mondwinde“ live Ausschnitte aus ihrem Programm präsentieren.

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