Ermittlungen

Kinder aus Bochum ermitteln professionell für die Kripo

Spurensicherung „wie die Profis“, mit den Nummernkarten von „Drei Fragezeichen“. Auch dieses Foto der drei Kinder kam zu den echten Polizeiakten.

Spurensicherung „wie die Profis“, mit den Nummernkarten von „Drei Fragezeichen“. Auch dieses Foto der drei Kinder kam zu den echten Polizeiakten.

Foto: Polizei Bochum

Bochum.  Drei Kinder haben für die Kripo recherchiert. Nach einem Einbruchsversuch sicherten sie Spuren und brachten alles gut sortiert zur Polizei.

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Drei Kinder aus Bochum haben sich auf professionelle Weise als Detektive verdient gemacht. Es geht um einen versuchten Einbruch im Stadtparkviertel. Die Kinder haben danach selbst die Initiative ergriffen und als Hilfspolizisten für die Kripo ermittelt.

Am Donnerstagnachmittag erschienen zwei Neun- und ein Achtjähriger auf der Wache an der Uhlandstraße, so die Polizei am Freitag. Sie hatten eine Kassette dabei mit selbst recherchierten Beweismitteln. Am Tag zuvor hatte ein Unbekannter an der Herderallee versucht einzubrechen. Dort wohnt die Großmutter eines der Jungen. Der Täter – so stand es in der Anzeige vom Tag zuvor – hatte einen dunklen Kapuzenpullover getragen und gegen 10.20 Uhr einen Stein gegen die Terrassentür geworfen. Dann war er ohne Beute von dem Grundstück geflüchtet. So hatte es eine Augenzeugin der Polizei berichtet.

Die Kinder sicherten mit Handschuhen Beweismittel und nummerierten sie

Die drei pfiffigen Jungs dachten sich, dass sie der Polizei unter die Arme greifen könnten. Schließlich kennen sie die Jugend-Hörspielreihe „Drei Fragezeichen“. Sie nahmen den Tatort an der Terrassentür genau unter die Lupe und sicherten – natürlich mit Handschuhen – Beweismittel und Spuren. Mit einer Kinderkamera machten sie Fotos, sammelten diverse verdächtige Gegenstände, packten sie spurenschonend in Plastiktüten und nummerierten und sortierten alles. Dazu nutzten sie unter anderem Nummernkarten aus dem heimischen Detektivkasten. „Wie die Profis“, so Schütte. Das Material packten sie in eine Kassette und übergaben es der Polizei.

Polizei: „Klasse, Jungs, gut gearbeitet, besser geht es nicht!“

„Die akribische Arbeit des pfiffigen Trios hat sich gelohnt!“, sagt Polizeisprecher Volker Schütte. Ein Polizeibeamter nahm die Kassette in Empfang, sicherte die Fotos und erstellte eine Lichtbildmappe. Das fügte er dem Vorgang hinzu, den die Polizei bereits mit eigenen Informationen angelegt hatte, und leitete es an das Fachkommissariat für Einbruchsdelikte (KK 13) weiter.

Schütte ist voller Anerkennung: „Klasse, Jungs, gut gearbeitet, besser geht es nicht!“ Die Hilfe der Jungs stand am Freitag sogar im Mittelpunkt der direktionsübergreifenden Frühbesprechung.

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