Kunst

Kunst im Herbst: Bummel durch Bochums Galerien und Museen

Blick in die „Family Stories“-Ausstellung im Museum.

Blick in die „Family Stories“-Ausstellung im Museum.

Foto: Ingo Otto / FUNKE Foto Services

Bochum.  Im Bochumer Bilder-Herbst lassen sich Entdeckungen machen. Der WAZ-Bummel durch Galerien und Museen vermittelt sehenswerte Einblicke.

Kunst auf vielen Wegen: Im Bochumer Bilder-Herbst lassen sich Entdeckungen machen. Ein kleiner Bummel durch die Galerien und Museen.

„Naturstudien“ an der RUB

Mit „Naturstudien“ beschäftigten sich Studierende und Mitarbeiter der RUB in einem Malkurs des Musischen Zentrums unter der Leitung der BO-Künstlerin Ortrud Kabus. Thema war die Darstellung von Pflanzen und Naturausschnitten und damit die Übersetzung realer dreidimensionaler Objekte in Zeichnung oder Malerei. In praktischen Übungen und vergleichenden Betrachtungen wurde das Bewusstsein für die Beziehung von Gegenstand und Abbild geschärft. Die Ergebnisse der durchaus nicht laienhaften Versuche werden an einem passenden Ort präsentiert: im Tropenhaus-Foyer im Botanischen Graten der Ruhr-Uni sind die „Naturstudien“ bis zum 30. Dezember ausgestellt. Geöffnet täglich von 19 bis 16 Uhr, Eintritt frei.

„Vestiges“ im Kulturrat

Konkrete Kunst, die keine weitere Botschaft hat, sondern „für sich selbst steht“, zeigt der Kunstverein Kulturrat in seiner aktuellen Ausstellung, die noch bis zum in den Ausstellungsräumen im Kulturmagazin Lothringen, Lothringer Straße 36c, besucht werden kann. Unter dem Titel „Vestiges“ zeigt der 1981 geborene Düsseldorfer Künstler Skulpturen Wandobjekte und Reliefs - mal eher beiläufig, wie zurückhaltend, mal vertrackt verschachtelt. Interessant, wie die Werke den sie umgebenden Raum beeinflussen. Die Ausstellung läuft bis zum 24. Oktober und kann am Dienstag (22.) von 15 bis 18 Uhr und Donnerstag (24.) von 18 bis 20 Uhr besucht werden. Eintritt frei

„Pa(a)rade“ in der Galerie 13

Für ihre vorletzte Ausstellung in der Galerie 13, die zum Jahresende schließt, zeigen vier Mitglieder des Bochumer Künstlerbundes (BKB) mit Kollegen aus Herne die Werkschau „Pa(a)rade 2“. Mal spielerisch, mal geheimnisvoll stellen sich vier Künstler-Pärchen vor. So begegnet man Landschaftsbildern von Klaus Nixdorf, die in mehreren Schichten entstanden sind; sie stehen neben Acryl-Bildern von Stühlen, in denen Cara Lila Bauer heitere Art Kritik an der Ellenbogengesellschaft formuliert. Sehr eindrücklich: Monika Wohlings kleine Fotos von Menschen am Strand, die vom Nebel fast verschluckt werden. Bis 5. November, Huestraße 13 (Eingang über den Parkplatz am Hellweg), geöffnet dienstags und donnerstags von 16 bis 19 Uhr. Eintritt frei.

„Family Stories“ im Museum

Gegenwartskunst aus Israel zeigt das Kunstmuseum in seiner Ausstellung „Family Stories“, die bis zum 26. Januar 2020 besucht werden kann. Mit künstlerischem Blick auf ihre eigenen Familien reflektieren acht israelische Künstler/innen ihren persönlichen Standpunkt innerhalb der Gesellschaft. Der Einfluss von Historie und Gegenwart, Religion und Kultur wird in zum Teil höchst subjektiven Arbeiten artikuliert, individuelle Schicksale zu allgemeingültigen Aussagen überhöht.

Geboten werden Malerei, Zeichnung, Fotografie, Objekt- und Videokunst: In dieser so komplexen wie pluralistischen Schau lassen sich Entdeckungen machen. Kortumstraße 147, Öffnungszeiten Dienstag bis Sonntag 10-17 Uhr, Mittwoch 10-20 Uhr, Eintritt 5/erm. 2,50 Euro.

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