Beschäftigungsgesellschaft

Linke fordert: Nachbessern bei Gesellschaft für Arbeitslose

Vor allem Kunden des Jobcenters, die schon lange arbeitslos sind, sollen von der neuen Beschäftigungsgesellschaft profitieren.

Vor allem Kunden des Jobcenters, die schon lange arbeitslos sind, sollen von der neuen Beschäftigungsgesellschaft profitieren.

Foto: IG BAU

Bochum.  Die Linksfraktion im Bochumer Rat begrüßt die Gründung einer Beschäftigungsgesellschaft für Arbeitslose. Das Konzept gehe aber nicht weit genug.

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Als nur kleinen Schritt in die richtige Richtung bewertet die Bochumer Linksfraktion im Rat die Bereitschaft der Stadt, nun doch eine eigene Beschäftigungsgesellschaft zu gründen. Um Menschen in dauerhafte, unbefristete und gute Arbeit mit fairen Löhnen zu bringen, fordert die Linke „deutliche Nachbesserungen am Konzept“. SPD und Grüne hätten wertvolle Zeit verstreichen lassen, so Ratsmitglied Benny Krutschinna. „Erst ist ein Prüfauftrag ein Jahr lang liegen geblieben, dann hat die Koalition im vergangenen November gegen unsere Stimmen beschlossen, keine eigene Gesellschaft zu gründen. Es ist gut, diesen Fehler nun zu korrigieren. Aber was die Stadt jetzt plant, reicht trotzdem nicht aus.“

Insbesondere kritisiert die Linke, dass die neue Gesellschaft ausschließlich darauf zugeschnitten sein soll, Förderungen nach dem Teilhabechancengesetz abzurufen. „Das Programm schließt viele Menschen aus“, kritisiert Benny Krutschinna. Bei 24.000 Arbeitslosen und 35.000 unterbeschäftigten Menschen reiche es nicht, „eine Gesellschaft für 125 Arbeitsplätze ausschließlich im Bereich niedrigschwelliger Hilfstätigkeiten zu gründen“. Viele Menschen mit unterschiedlichen Qualifikationen und Berufen suchten Arbeit, in allen Bereichen der Stadt bleibe Arbeit liegen. „Deswegen fordern wir die Gründung einer Beschäftigungsgesellschaft, die diesen Namen auch verdient“, so Krutschinna.

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