Verbrechen

Messerstecherei: Zwei Bochumer weiterhin in Lebensgefahr

Rettungskräfte und Polizeibeamte versorgen die verletzten Männer.

Rettungskräfte und Polizeibeamte versorgen die verletzten Männer.

Foto: Thomas Weber

Bochum.  Einer der Männer, die bei einer Messerstecherei verletzt worden sind, schwebt in Lebensgefahr. Zehn Männer wurden vorübergehend festgenommen.

Nach der schweren Messerstecherei in der Nacht zu Donnerstag in Stahlhausen/Hamme schwebt ein Bochumer (33) weiterhin in Lebensgefahr. Ein 29-Jähriger konnte die Intensivstation am Freitag wieder verlassen.

Sie hatten Stiche in den Oberkörper und den Rücken erhalten. Auch weitere Beteiligte wurden verletzt, wenn auch nicht ganz so schwer.

Die Mordkommission hatte insgesamt zehn Männer festgenommen. Sie wurden aber am späten Freitagnachmittag wieder freigelassen. Wie Staatsanwalt Danyal Maibaum auf Anfrage sagte, beantragte er keinen U-Haftbefehl, zumindest noch nicht. Es sei zurzeit noch nicht klar, wer den Streit begonnen, wer genau was gemacht und wer vielleicht nur in Notwehr gehandelt habe.

Gegen 2.05 Uhr waren im Bereich An der Maarbrücke/ Gahlensche Straße zwei größere Personengruppen aufeinander losgegangen. Die Situation war „komplex“, so die Polizei. Zahlreiche Beamte sorgten dann für Ruhe. Der Anlass des Streites soll ersten Einschätzungen zufolge nichtig gewesen sein. Eine Gruppe stand nach einer Veranstaltung auf der Straße, dann kamen andere hinzu – und alles eskalierte. Von einer längeren Feindschaft zwischen den Gruppen ist nichts bekannt.

Frage der U-Haft wird noch am Freitag geklärt

Die vorübergehend Festgenommenen sind zwischen 20 und 40 Jahre alt und kommen alle aus Bochum. Ermittelt wird wegen eines versuchten Tötungsdelikts.

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