Heizkosten

Mit diesen Tipps können Verbraucher viele Heizkosten sparen

Schon durch kleine Tipps können Bochumer beim Heizen viele Kosten sparen.

Schon durch kleine Tipps können Bochumer beim Heizen viele Kosten sparen.

Foto: Hauke-Christian Dittrich / dpa

Bochum.  Mit der kalten Jahreszeit rücken steigende Energiekosten näher. Die Verbraucherzentrale gibt Tipps, wie sich beim Heizen Geld sparen lässt.

Draußen wird es wieder kälter, drinnen drehen die Menschen ihre Heizungen auf. Schnell sammeln sich hohe Energiekosten an. Doch das muss nicht sein. Wie beim Heizen Geld gespart werden kann, verrät Stephanie Kallendrusch, Energieberaterin bei der Bochumer Verbraucherzentrale.

Es gibt viele Möglichkeiten, Heizkosten zu reduzieren, weiß die Energieberaterin. Sie beginnen bei einer kleinen Veränderung des eigenen Verhaltens und hören erst bei großen baulichen Änderungen auf. Sinnvoll kann alles sein, doch nichts muss. Schon die einfachsten Methoden können einiges bewirken.

Herausfinden, welche Raumtemperatur komfortabel ist

„Wer die Raumtemperatur nur um einen Grad reduziert, kann sechs Prozent Energie sparen“, macht Stephanie Kallendrusch deutlich. Sie empfiehlt eine Temperatur von rund 20 Grad. Es sei aber wichtig, herauszufinden, wie viel Grad für einen selbst komfortabel sind. Manchmal können auch ein dicker Pulli oder eine warme Decke helfen. Zu beachten ist aber: „Es darf natürlich nicht zu kalt sein“, meint die Energieexpertin. Dann droht Schimmel.

Es kommt auf die richtige Mischung zwischen Heizen und Lüften an. Kallendrusch erklärt: „Das Fenster muss dabei ganz und nicht auf Kipp geöffnet werden. Die Lüftdauer hängt von der Außentemperatur ab: Je kälter es draußen ist, desto schneller ist die Luft im Raum ausgetauscht.“

Ein Thermostat hilft, die richtige Temperatur einzustellen

Beim Einstellen einer angenehmen Raumtemperatur kann ein Thermostat helfen – mit einer Skala von eins bis fünf. „Eine gemütliche Wärme wird schon auf Stufe drei erzielt. Im Schlafzimmer reichen oft auch 18 Grad, in weniger genutzten Räumen 16 Grad“, verrät die Verbraucherzentrale. Wichtig: Das Thermostat soll zum Aufheizen nicht auf die höchste, sondern auf die Stufe der gewünschten Temperatur gestellt werden.

Wird es nicht richtig warm, können undichte Fenster und Türen oder eine fehlende Wärmedämmung der Grund sein. „In manchen Wohnungen kommt einem selbst eine Temperatur von 24 Grad ungemütlich vor, zum Beispiel weil es zieht“, erklärt Energieberaterin Kallendrusch. Dann sollte man darüber nachdenken, neu zu dämmen: „Ist die Kellerdecke hoch genug, ist die Kellerdeckendämmung eine recht günstige Option. Abhängig von der Dämmstoffstärke kostet das Material ab 40 Euro pro Quadratmeter.“

Die wichtigsten Tipps zum Heizkosten-Sparen
Die wichtigsten Tipps zum Heizkosten-Sparen

Neue Fenster können helfen, eine komplett neue Dämmung ist manchmal sinnvoller

Müssen die Fenster neu gemacht werden, wird es schnell teurer. Bei einem kleinen Fenster liegen die Preise bei rund 550 Euro, größere kosten unwesentlich mehr. Weil die Rahmen mehr kosten als die Beschläge. Aber nicht immer helfen neue Fenster. Kallendrusch: „Man muss sich fragen, was gute Fenster in Kombination mit schlechten Wänden bringen. Oft hilft nur eine zusätzliche Dämmung von außen. Was nicht unbedingt eine schlechte Option ist, schließlich kann so auch der Wert der Immobilie gesteigert werden.“

Es gibt aber auch weitere, kleine Tipps, die nützlich sind. Zum Beispiel das Anschrauben eines Sparduschkopfes. Der kostet laut Verbraucherzentrale rund 20 Euro und halbiert den Warmwasserverbrauch beim Duschen fast. In einem Mehrpersonenhaushalt mit Durchlauferhitzer könne so ein dreistelliger Betrag gespart werden. Zu beachten ist jedoch: Manche Durchlauferhitzer funktionieren nicht mit allen Sparbrausen.

Heizkörper freihalten und bei Abwesenheit runterdrehen

Wer seine Heizung an hat, sollte darauf achten, den Heizkörper freizuhalten und ihn nicht mit Vorhängen oder Möbeln zuzustellen. Ein Sofa zum Beispiel sollte mindestens 30 Zentimeter von der Heizung entfernt stehen. Auch Flusen oder Staub können die Leistung mindern, eine regelmäßige Reinigung ist deshalb wichtig. Ist gerade niemand zuhause, sollte das Thermostat nur auf eine niedrige Temperatur gestellt sein. Helfen können dabei programmierbare Thermostate bis hin zum sogenannten „Smart Home“.

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