Moschee-Bau

Moschee-Bau: Kritiker beklagt Ungleichbehandlung

An dieser Stelle im Hinterland der Castroper Straße soll die Moschee entstehen.

An dieser Stelle im Hinterland der Castroper Straße soll die Moschee entstehen.

Foto: walter Fischer / Funke Foto Services GmbH

Bochum.  Über die Pläne für den Bau einer Moschee berät die Politik. Im Vorfeld ist Kritik aufgekommen. Von Ungleichbehandlung ist die Rede.

Im nächsten Frühjahr soll die baurechtlich an der Querenburger Straße nur noch geduldete Khaled-Moschee umziehen. An der Castroper Straße glauben die Stadtverwaltung und der Moschee-Verein ein geeignetes Areal gefunden zu haben; zunächst für ein Provisorium und mittelfristig auch für eine Dauerlösung. Die Politik wird in den nächsten zwei Wochen über den Lösungsvorschlag beraten.

Bevor an diesem Donnerstag als erstes die Bezirksvertretung Mitte berät, die Entscheidung fällt am 11. Juli im Rat, regt sich Protest. Von einer „Ungleichbehandlung“ schreibt WAZ-Leser Herbert Wildt in einem Schreiben an die Redaktion. Jeder Häuslebauer habe die Erschließungskosten für sein Grundstück zu bezahlen, mitunter sogar im voraus. „Die Vorgehensweise der Stadt für den Neubau der Moschee müssen für alle normalen Bochumer Straßenanlieger wie ein Schlags ins Gesicht sein“, so Wildt. Denn: Die Stadt will die Erschließung vorfinanzieren, ein Viertel der etwa 650.000 Euro über eine monatliche Zahlung umlegen und die restliche Summe schließlich in den Kaufpreis einrechnen.

Aus Sicht von Ulf Dannehl aus dem Büro des Oberbürgermeisters ist das „kein unübliches Verfahren. Auch bei der Aufbereitung von Flächen für Wohnungen und Gewerbe verfahren wir so“. Ungewöhnlich sei allein, dass es sich hier um einen Moschee-Verein handele. Dannehl: „Von einer Lex Moschee kann daher keine Rede sein.“ Er gehe davon aus, dass die Politik dem Verwaltungsvorschlag zustimmt.

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