Stadtumbau

Neues Freiraumkonzept lässt Laer weiter zusammenwachsen

Der Lahariplatz soll dem Freiraumkonzept zufolge nach Süden und Norden hin geöffnet werden.

Der Lahariplatz soll dem Freiraumkonzept zufolge nach Süden und Norden hin geöffnet werden.

Foto: Jürgen Theobald / FUNKE Foto Services

Laer.  Das Freiraumkonzept für Laer erntet bei den Anwohnern viel Beifall. Diese hatten die Ideen für den Stadtumbau teils selbst mit eingebracht.

Gut 50 Bürger waren dabei, als das Stadtteilumbaubüro zur zweiten Stadtteilkonferenz in Laer einlud. Das Hauptthema „Freiraumkonzept“ mit den Teilbereichen Grünflächen, Fußwege und Aufenthaltsorte im Stadtteil zeigte schon, dass seit den Anfängen in 2018 planerisch im Stadtumbau etwas in Bewegung gekommen ist. Allerdings noch nicht in die bürgernahe Umsetzung.

Bürger werden weiter regelmäßig informiert

„Wir werden sie weiterhin regelmäßig informieren“, erklärte deshalb Burkhard Huhn, Abteilungsleiter Stadtentwicklung im Stadtplanungs- und Bauordnungsamt, bei der Begrüßung. „Das sind hier alles nur Umsetzungsüberlegungen mit Hilfe ihrer Ideen“, schränkte auch Landschaftsplaner Rüdiger Brosk ein, der das „Freiraumkonzept“ vorstellte. Gleichwohl kam seine halbstündige Präsentation auf der Grundlage einer Bürgerwerkstatt im November 2018 gut an.

Streitpunkt Spielplatz im Laer-Park

So gab es nach dem Vortrag viel Beifall und nur ein Gegenwort. Stadtteilbewohner Dirk John monierte, dass der geplante Bau eines attraktiven (teuren) Spielplatzes im Laer-Park (Dannenbaumstraße) nur rausgeschmissenes Geld sei. John: „So ein Spielplatz muss mitten im Quartier entstehen anstatt an dessen Rand.“ Planer Brosk betonte zuvor im Vortrag zum Park: „Wenn man diese Fläche aus ihrem heutigen Schattendasein befreien möchte, bedarf sie einer besonderen Attraktion mit Aufenthaltsqualität.“ Seine Idee: eben jener familienfreundliche Spielplatz.

Drei Themenrouten für das Fußwegesystem

Die weitere Bürgerkritik zum Abend fiel positiv aus. Etwa zur Idee des Stadtplaners, drei Themenrouten für das Fußwegesystem quer durch die Grünflächen des Stadtteils zu schaffen. Das sind der Fußweg „Laer – damals und heute“, der auch die Neubaugebiete nebst neue Grünzone in Havkenscheid streift, der Weg „Laer – sportlich“ mit kleinen Bewegungsattraktionen, sowie ein Rundweg um den Stadtteil, der auch neue Grünflächen im Gewerbegebiet Mark 51/7 umfasst.

Breite Öffnung von Lahariplatz und Alte Wittener Straße

Die Anwohner sind begeistert. Axel Schönfeld: „Ich finde es eine tolle Idee, eine Themenroute zur Geschichte des Stadtteils entwickeln zu wollen, der historische Gebäude ebenso einbezieht wie bauliche Veränderungen über die Jahre. Damit wird Vergangenheit und Zukunft erlebbar.“ Markus Wittler gefällt besonders gut, dass der zentrale Lahariplatz nach Norden (Suntumer Straße/Ev. Gemeindezentrum) und Süden (Alte Wittener Straße) stärker geöffnet werden soll. Brosk erklärte dazu: „Die Suntumer Straße lässt sich durch einen neuen Straßenbelag und Tempobeschränkung gut in den Platz einbeziehen.“ In Richtung Alte Wittener Straße schlägt er eine breitere Öffnung vor. „Wir können damit die dortigen Gebäude wie die Fronleichnamkirche besser mit dem Platz vernetzen.“, so der Stadtplaner.

Weitere Themen in der Diskussion

„Ich fand die Veranstaltung an sich eine gute Idee, die Bürger und Planer zusammenbringt“, zieht Besucherin Maike Bönnighausen Bilanz. Ihr Augenmerk lag darin, wie Brosk den Stadtteil zu den benachbarten Grünzügen sowie Wohngebiet „Ostpark“ und „Mark 51/7“ öffnen will. „Damit wird alles vernetzt“, erklärt sie. Weitere Themen am Abend waren das Nahmobilitätskonzept, Informationen zum Umbau der Wittener Straße sowie zur Bauplanung auf „Mark 51/7“. Das diskutierten die Bürger in kleinen Kreisen an Schautafeln.

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