Tempokontrollen

Polizei blitzt bald auf der neuen Bochumer Autobahn A448

Kay Aßhoff (li.) und Christian Herbold überwachen den Verkehr auf den Autobahnen in Bochum. Bald gibt es eine zweite Blitzerstelle.

Kay Aßhoff (li.) und Christian Herbold überwachen den Verkehr auf den Autobahnen in Bochum. Bald gibt es eine zweite Blitzerstelle.

Foto: Gero Helm

Bochum.  Die Polizei blitzt bald auch auf der neuen Bochumer Autobahn A448. Für das Lasergerät wurde schon ein Loch in einen Begrenzungszaun geschnitten.

Auf Bochumer Autobahnen wird wohl eine weitere regelmäßige Blitzerstelle eingerichtet. Die Vorbereitungen dazu sind auf der neuen A 448 bereits getroffen worden.

Zwischen dem Kreuz Bochum/Witten und der Abfahrt „BO-Altenbochum“ in Fahrtrichtung Uni-Straße hat Straßen-NRW auf Wunsch der Polizei ein großes Loch im rechten Begrenzungszaun geschaffen. Wenn die komplette A 448 fertig sein wird (Ende 2020 nach der aktuellsten Schätzung), soll dort immer mal wieder ein Lasergerät aufgebaut werden.

Bisher gibt es nur eine Messstelle auf der A43

Bisher gibt es an Bochumer Autobahnen nur eine einzige Stelle, an der die Autobahnpolizei regelmäßig ein mobiles Messgerät aufstellt. Es befindet sich an der A43 in Bochum-Laer in Fahrtrichtung Süden wenige hundert Meter vor dem Autobahnkreuz Bochum/Witten. Erlaubt sind dort höchstens 120 km/h. Der Kraftfahrer sieht den Laser erst in allerletzter Sekunde, so versteckt steht die Polizei auf einem kleinen Asphaltweg. Im vergangenen Jahr hat die Autobahnpolizei dort fast einmal pro Woche geblitzt, 45-mal. In diesem Jahr standen die Beamten bereits sechsmal an dieser Stelle.

Wie Hauptkommissar Christian Herbold, Leiter der Geschwindigkeitsmessgruppe der Autobahnpolizei, der WAZ sagte, bewegen sich die Tempoüberschreitungen dort „im unauffälligen Bereich“. Ohnehin gilt die A 43 in Bochum nicht als Unfallschwerpunkt. Ausgewählt wurde speziell diese Messstelle, weil sie sich kurz vor einem Autobahnkreuz mit viel auf- und abfahrendem Verkehr befindet.

Kontrolliert wird auch mit Zivilwagen

„Bochum ist gekennzeichnet durch viele, aber leichte Unfälle“, sagt Polizeidirektor Lorenz Schnadt, der Leiter der für Bochum zuständigen Autobahnpolizei mit Hauptsitz in Dortmund.

Überwacht wird das Tempo auch aus fahrenden Polizeiautos in Zivil heraus. Motorenstarke Limousinen verfügen über die so genannte Provida-Technik. Die unauffälligen Fahrzeuge sind vorn und hinten mit Spezialkameras und reichlich High-Tech ausgestattet. Eingesetzt werden sie zum Beispiel auf der – teilweise dreispurigen – A40 zwischen Bochum und Essen. Zur Anzahl und Schwere der dort festgestellten Verstöße macht die Polizei keine Angaben. Die Provida-Fahrzeuge sind aber nicht wegen kleinerer Überschreitungen unterwegs, sondern wegen richtiger Raser, denen ein Fahrverbot droht. Das ist fällig, wenn jemand – als Ersttäter – mindestens 41 km/h zu schnell war. Für bereits vorbelastete Autofahrer liegt die Grenze bei 26 km/h. Insgesamt sagt Polizeidirektor Schnadt über das Tempo-Verhalten der Autobahn-Nutzer: „Es ist aggressiver geworden.“

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