Europaserie

Renate Maeule ist ÖDP-Kandidatin für die Europawahl

Renate Maeule

Renate Maeule

Foto: OEDP

„Bochum steht in der Tradition der Stahlerzeugung und -verarbeitung und sollte kurzfristig von einer europäischen Energiewende profitieren.“

Renate Mäule ist 54 Jahre alt, ledig und seit 2017 aktiv in der Ökologisch-Demokratische Partei (ÖDP). Seit 2017 ist sie stellvertretende Landesvorsitzende in NRW.

Was ist auf Europaebene Ihr wichtigstes Ziel für Bochum?

Bochum steht in der Tradition der Stahlerzeugung und -verarbeitung und sollte kurzfristig von einer europäischen Energiewende profitieren, um die Wirtschaft für die nächsten Jahre zu stabilisieren. Bochum steht aber auch für Mobilität, Bildung und Kultur. Deshalb würde ich mich in Brüssel dafür einsetzen, dass der umweltfreundliche Ausbau des ÖPNV finanziell stark unterstützt wird.

Ihr Wahlprogramm in drei Sätzen?

Die ÖDP fordert einen konsequenten Klimaschutz durch eine Energie-, Verkehrs- und Agrarwende. Umwelt, Mensch und Tier sind wichtiger als wirtschaftlicher Profit. Offenlegung aller Lobbyismuskontakte und ein Verbot von Firmenspenden.

Für was wollen Sie sich in Europa stark machen?

Ich möchte mich dafür stark machen, dass die EU Handelsverträge mit Afrika zugunsten einer selbstständigen afrikanischen Wirtschaft überarbeitet werden. Die derzeitigen Verträge fördern Armut und Flucht.

Was stört Sie an der EU?

Es stört mich, dass das Parlament einmal monatlich in Straßburg tagt. Dies ist Geldverschwendung.

Wie soll die EU der Zukunft aussehen und welche Rolle nimmt Deutschland dabei ein?

Die EU-Institutionen sowie die Abgeordneten sollten mehr Kontakt zu den Bürgern pflegen. Die EU-Kommission muss ihre Lobbyismus-Kontakte offenlegen. Das vom Volk gewählte Parlament müsste ein Initiativ- und Änderungsrecht zur Gesetzgebung erhalten. Deutschland sollte eine starke Position im europäischen Rat und in der Kommission haben, aber auch seine nationalen „Hausaufgaben“ machen und nicht wiederholt verschleppen.

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