Deutscher Schulpreis

Schiller-Schule aus Bochum belegt beim Schulpreis 2. Platz

Frohe Erwartung: Der stellvertretende Schulleiter Eike Völker mit Schülern der Schiller-Schule auf dem Schulhof noch vor dem Beginn der Übertragung.

Frohe Erwartung: Der stellvertretende Schulleiter Eike Völker mit Schülern der Schiller-Schule auf dem Schulhof noch vor dem Beginn der Übertragung.

Foto: Steffen Elsebrock / WAZ Bochum

Bochum.   In Berlin ist am Mittwochmittag der Deutsche Schulpreis verliehen worden. Die Schiller-Schule aus Bochum belegte einen der fünf zweiten Plätze.

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Die Schiller-Schule aus Bochum hat beim Wettbewerb um den Deutschen Schulpreis einen der fünf zweiten Plätze belegt. Er ist mit 25.000 Euro dotiert. Diese Nachricht sorgte am Mittwochmittag bei der Schulgemeinde und in Bochum für große Freude. Während eine Delegation der Schule um Schulleiterin Birte Güting in Berlin war, verfolgte der Rest der Schule die Übertragung auf dem Schulhof und in der Aula.

Um 12.50 Uhr wirkte Eike Völker noch durchaus angespannt. Der stellvertretende Schulleiter wartete gemeinsam mit seinem Kollegium und den Schülern auf die Live-Übertragung des Deutschen Schulpreises. Hierzu hatte die Schiller-Schule ein „Rudelgucken“ in der Aula und auf dem Schulhof organisiert. Ein Eiswagen sowie frische Würstchen vom Grill sorgten dabei für das leibliche Wohl. Eike Völker gab kurz vor der Preisverleihung zu: „Ich hoffe auf eine gute Platzierung, im Idealfall einstellig.“ Nach kurzem Nachdenken fügte er hinzu: „Aber wir wissen natürlich, dass jetzt die Konkurrenz sehr groß ist. Wir sind unter den letzten 15 Schulen. Hier ist das Niveau vergleichbar mit der Champions League im Fußball.“

„Platz zwei, das muss man auch erstmal schaffen.“

Rund eine Stunde später war der Jubel am ganzen Schulgelände groß. Auf der großen Leinwand verkündete Moderatorin Eva-Maria Lemke, dass die Schiller-Schule einen der ersten fünf zweiten Plätze belegt. Im ersten Freudentaumel brachte es Eike Völker auf den Punkt: „Ja, geil! Wir sind mit total zufrieden und sicherlich auch ein wenig stolz auf uns. Platz zwei, das muss man auch erstmal schaffen.“

Das Gymnasium hatte sich im vergangenen Jahr für den Deutschen Schulpreis beworben. In einem mehrstufigen Auswahlverfahren sind sechs Qualitätsbereiche entscheidend für die Jury: Leistung, Umgang mit Vielfalt, Unterrichtsqualität, Verantwortung, Schulklima, Schulleben und außerschulische Partner sowie Schule als lernende Institution. Rund 80 Schulen hatten sich im vergangenen Jahr beworben. Bereits im März war klar, dass die Schiller-Schule mit 14 weiteren Schulen in der Endrunde stehen wird. In seinem schulischen Konzept verankert das Bochumer Gymnasium zwei Grundpfeiler: Digitalisierung und Demokratieerziehung. „Vor allem in der heutigen Zeit sind demokratische Werte für junge Menschen sehr wichtig. Da sind wir als Schule natürlich auch in der Pflicht, den Kindern und Jugendlichen solche Werte zu vermitteln“, so Eike Völker.

25.000 Euro Preisgeld

Mit Blick auf das Preisgeld gebe es noch keine konkreten Überlegungen. „Aber natürlich werden wir das Geld so investieren, dass unsere Schule und die Schüler davon profitieren“, so Völker. Eine große Feier gab es gestern noch nicht. Der Grund ist verständlich: Um 15 Uhr liefen die mündlichen Abiturprüfungen an der Schiller-Schule. Am Freitag findet dann natürlich eine offizielle Feier statt. Denn mit Rückblick auf den gesamten Bewerbungsprozess resümierte Eike Völker: „Das hat natürlich alles ganz schön Kraft gekostet. Aber umso glücklicher sind wir, dass wir gemeinsam so eine tolle Platzierung erlangt haben.“

Der dritte zweite Platz für Bochum

In den vergangenen Jahren hatten bereits die Erich-Kästner-Gesamtschule und die Matthias-Claudius-Gesamtschule aus Bochum am Wettbewerb um den Deutschen Schulpreis teilgenommen. Sie hatten jeweils ebenso zweite Plätze belegt.

Der Deutsche Schulpreis ist eine Auszeichnung, die von der Robert-Bosch-Stiftung und der Heidehof-Stiftung zusammen mit der ARD und „Die Zeit“-Verlagsgruppe an Schulen mit hervorragender pädagogischer Praxis verliehen wird. Für die Bewertung werden anspruchsvolle Kriterien herangezogen, die die Schule als leistungsorientierten Ort ansehen, aber auch als demokratischen Lebens- und Lernort. Der Preis wird jährlich vergeben. Der Hauptpreis ist mit 100.000 Euro dotiert und ging in diesem Jahr an die Gebrüder-Grimm-Schule in Hamm.

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