SPD-Neujahrsempfang

Sigmar Gabriel kam ganz ohne Honorar

Zum Neujahrsempfang der Bochumer SPD am Sonntag, den 20. Januar 2013 war auch Sigmar Gabriel, Vorsitzender der Bundespartei, gekommen. Hinter ihm steht Thomas Eiskirch.

Zum Neujahrsempfang der Bochumer SPD am Sonntag, den 20. Januar 2013 war auch Sigmar Gabriel, Vorsitzender der Bundespartei, gekommen. Hinter ihm steht Thomas Eiskirch.

Foto: Ingo Otto / WAZ FotoPool

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Bochum.Im Dampfgebläsehaus direkt neben der Jahrhunderthalle freuten sich die Sozialdemokraten und rund 200 geladene Gäste beim Neujahrsempfang über die wärmende Worte von Parteivorsitzenden Sigmar Gabriel, der es sich trotz der Niedersachsenwahl nicht hatte nehmen lassen, zur Stippvisite nach Bochum zu kommen. Während draußen ein eiskalter Wind die Schneeflocken gegen die hohen Glasfenster blies, wagte Gabriel drinnen gar ein aktuelles Bonmot: „Ich wollte eigentlich sagen, ich sei ohne Honorar hier – das darf ich aber nicht sagen“.

Tat er natürlich doch, um dann in einem Rundumschlag quer durch Bundes-, Landes- und Kommunalpolitik die Eckpunkte des sozialdemokratischen Weltbildes abzustecken. Da tröstete es die in den vergangenen Wochen reichlich gebeutelten Bochumer Genossen, dass der Parteivorsitzende die Bedeutung der Politik in der Gemeinde lobte und bekräftigte: „Die wichtigsten Dinge im Alltag, werden doch vor Ort entschieden.“ Und: „In den Kommunen sind doch die Fußtruppen der Politik.“

Er versprach im Bund weiter darauf hin zu wirken, dass mehr Lasten von den Schultern der Gemeinden genommen werden. Er erinnerte vor allem an das derzeit schwächelnde Programm der Bundesregierung „Soziale Stadt“. Erfreulich sei hingegen, dass auch aufgrund seiner persönlichen Initiative rund 4,2 Milliarden Euro der bisher von den Kommunen getragenen Hilfen im Alter nun vom Bund übernommen werde, was die Kommunen entlaste.

Keine Langeweile in der Kommunalpolitik

Zum Auftakt des Neujahrsempfangs hatte der neue SPD-Fraktionschef Dr. Peter Reinirkens das vergangene Jahr Revue passieren lassen und dabei Projekte wie das Neue Gymnasium, das letztlich doch beschlossene Musikzentrum oder die Maßnahmen aus dem Konjunkturpaket gelobt. Dass es in der Kommunalpolitik 2012 nicht langweilig geworden sei, habe auch an den Stadtwerken gelegen, an deren Vorstellung er durchaus noch Verbesserungsmöglichkeiten sieht.

Thomas Eiskirch übernahm als Bochumer SPD-Vorsitzender den Job der Selbstkritik: „Wir sind stolz auf das, was wir sind, deshalb wissen wir, dass wir so nicht bleiben können.“ Zur Zusammenarbeit eines Diskussionsprozesses ab Februar lud er ausdrücklich auch Interessierte außerhalb der Partei ein.

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