Hellen-Prozess

Soziale Liste erhebt Vorwürfe gegen Bochumer Kommunalpolitik

Veranstaltungsmanager Sascha Hellen (l.) muss sich seit der vergangenen Woche vor dem Landgericht verantworten.

Veranstaltungsmanager Sascha Hellen (l.) muss sich seit der vergangenen Woche vor dem Landgericht verantworten.

Foto: Ingo Otto / FUNKE Foto Services

Bochum.   Vor Gericht muss sich Veranstaltungsmanager Sascha Hellen verantworten. Die Soziale Liste erhebt nun Vorwürfe gegen die Stadt.

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Nach dem Auftakt des Prozesses vor dem Landgericht Bochum gegen Veranstaltungsmanager Sascha Hellen erhebt die Fraktion der Sozialen Liste im Rat schwere Vorwürfe gegen die Stadt. Hellen sei „ein typisches Kind der Geltungssucht und Gier nach Prominenz bestimmter Teile der Bochumer Kommunalpolitik“, heißt es in einer Mitteilung der Fraktion. „Ohne die Sponsorengelder und Zuschüsse in Millionenhöhe hätte Hellen nie seine Veranstaltungsformate durchführen können.“

„Allein die Stadtwerke Bochum zahlten 1,44 Millionen Euro an Hellens Firma“, so die Soziale Liste. „Diese Zahlen sind längst nicht das ganze Ausmaß des Sponsorings für die Hellen-Projekte“, heißt es. Nach dem „Geständnis“ von Hellen und einem „möglichen Deal mit dem Landgericht“ sei nun damit zu rechnen, dass zahlreiche Fragen um das Sponsoring sowie deren Hintergründe ungeklärt bleiben. Die Fraktion fordert: „Statt in die bunte Glitzer- und Glamourwelt von Promis und vermeintlichen Promis mit Showläufen auf dem roten Teppich und Gala-Veranstaltungen in der Jahrhunderthalle zu investieren, wären aus Sicht der Sozialen Liste der Einsatz dieser finanziellen Mittel z.B. für den Sozialen-, Jugend- und Kinderbereich oder die Kultur sinnvoller und nachhaltiger gewesen.“

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