Freizeit

Spielplatz zum Probieren bringt „Action pur“ zum Rosenberg

Der Hochseil-Klettergarten ist immer eine Attraktion. Anna (9) hat Spaß beim Probeklettern.

Der Hochseil-Klettergarten ist immer eine Attraktion. Anna (9) hat Spaß beim Probeklettern.

Foto: Svenja Hanusch / FFS

Bochum-Rosenberg.  Jugendamt, Falken, Stadtsportbund, Fanprojekt und die Offenen Türen machen ein Ferien-Angebot. Eine Woche steht das Projekt im Bochumer Norden.

Kaum sind die Ferien da, herrscht Trubel auf dem Hof der Werner-von-Siemens-Hauptschule, und das ganz bewusst. Jugendamt, Stadtsportbund, das Fanprojekt der Awo, die Arbeitsgemeinschaft der Offenen Türen und die Falken haben sich zum zweiten Mal zusammengetan, um eine Woche „Action pur“ an die Haydnstraße zu bringen. Dazu haben sie reichlich „Gepäck“ mitgebracht.

Etwa den Hochseil-Klettergarten, und damit erklärt sich auch die Standortwahl. „Schulhöfe werden hier bevorzugter Veranstaltungsort bleiben. Die Infrastruktur und der klar definierte Raum des Schulhofgeländes sind wichtige Punkte für eine gelungene Veranstaltung“, so Christoph Bachstein, verantwortlich für die Koordination des Arbeitskreises und die Mitarbeiter des Jugendamtes.

Ausrüstung kann fünf Tage stehen bleiben

Und schließlich sind Schulhöfe überwacht und abschließbar, denn der Klettergarten ist teuer, und das Montieren oder Demontieren dauert allein vier Stunden. Da rechnet es sich schnell, die Ausrüstung stehen lassen zu können.

Gute Erfahrungen aus dem Vorjahr

Außerdem haben die Veranstalter schon im vergangenen Jahr an der Werner-von-Siemens-Schule gute

Erfahrungen gemacht. Immerhin zwischen 120 und 160 Besucher waren es täglich 2018. Dabei räumt allerdings Christoph Bachstein grundsätzlich auch ein, der Bochumer Norden stehe in Sachen Spielflächen „ein bisschen hintenan“, und Marc Pattmann von den Falken erklärt, so kinderreich, wie sich der Bezirk darstelle, sei er bei den Spielplätzen unterversorgt.

Angebot soll durch die Bezirke reisen

Das Konzept mit Soccercourt, Streethockey, Diabolos, Balance-Brettern, Hüpfburg, Spielstraße und Info-Kaffee-Anhänger kommt an. So gut, dass der Arbeitskreis Mobile Arbeit es auch durch die anderen Stadtbezirke schicken will. Werbung hat er in den Kinder- und Jugendfreizeithäusern, Schulen und per Flyer in der Nachbarschaft gemacht.

Über Facebook hat Julia Weinert von dem Start der Action-Woche erfahren, und einen Stopp mit Sohn Ryan (10) auf einer Radtour von Altenbochum aus eingeplant. Der Junior testet nach und nach die kleineren Spielgeräte aus, die das Spielmobil mitgebracht hat. Die verschiedenen Flitze können per Pedal oder Griffstange angetrieben, müssen

aber mit den Füßen oder sogar dem ganzen Körper gelenkt werden. „Prima Koordinationstraining“, meint Bachstein. „Ich möchte das noch mal sehen, probier das noch mal“, ruft Mutter Julia hinterher.

Am Hochseilgarten klingt das schon anders: „Nur eine schlappe Runde?“. Dafür gehen einige der jugendlichen Besucher auch in aller Ruhe reihum und probieren von Station zu Station alles aus. So eine Auswahl hat man schließlich selten auf dem Schulhof.

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