Polizei-Einsatz

Staatsanwalt: Rentner lief mit scharfem Gewehr über Friedhof

Auf dem Friedhof in Gerthe fielen die tödlichen Schüsse.

Auf dem Friedhof in Gerthe fielen die tödlichen Schüsse.

Foto: Justin Brosch

Bochum.   Der 77-Jährige, der am Donnerstag in Bochum von Polizisten erschossen wurde, hat laut Staatsanwalt zuvor mit einem scharfen Gewehr hantiert.

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Nach den tödlichen Schüssen von Polizisten auf einen 77-Jährigen auf einem Friedhof in Bochum steht inzwischen fest, dass der Rentner die Beamten mit einem scharfen Gewehr bedroht hatte. Das teilte die zuständige Bochumer Staatsanwaltschaft am Dienstagmorgen auf Anfrage mit.

Der Mann hatte am Donnerstagabend mit der Waffe auf einem Friedhof hantiert und die alarmierten Polizeibeamten bedroht. „Zum eigenen Schutz schossen die Polizisten auf den 77-Jährigen“, hatte die Polizei am selben Abend mitgeteilt. Am Samstag erlag der Rentner seinen Verletzungen.

Ergebnis der Obduktion steht noch aus

Die Polizei Essen übernahm aus Neutralitätsgründen die Ermittlungen in Bochum. Die endgültige Obduktion des Mannes ist laut Staatsanwaltschaft noch nicht abgeschlossen, da das toxikologische Gutachten ausstehe. Daher ist auch noch unklar, ob der Mann zum Beispiel unter dem Einfluss von Drogen oder Medikamenten gestanden hat.

Der für die Pressearbeit zuständige Oberstaatsanwalt Dr. Christian Kuhnert: „Es wird noch ein paar Tage dauern, bis wir Ergebnisse haben.“ (mit dpa)

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