Unwetter-Schäden

Stadt bittet Bürger um Hilfe wegen der Sturmschäden

Ein abgesägter Baum im Wiesental. Auch dort hat der Sturm gewütet.

Ein abgesägter Baum im Wiesental. Auch dort hat der Sturm gewütet.

Foto: WAZ FotoPool / Ingo Otto

Bochum.   Vier Wochen nach Sturmtief „Ela“ bittet die Stadt ihre Bürger um Mithilfe bei der Beseitigung der Sturmschäden - mit einem Spendenkonto und einer Aufräumaktion auf mehreren Kinderspielplätzen.

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Vier Wochen nach dem verheerenden Sturmtief am Pfingstmontag bittet die Stadt ihre Bürger um Mithilfe bei der Beseitigung der Sturmschäden und bei Neuanpflanzungen. Am Dienstag hat sie ein Spendenkonto eingerichtet, auf das jeder einzahlen kann. Außerdem stellte die Stadt ihre Aktion „Wir räumen auf“ vor. Jeder Bürger kann am Samstag, 19. Juli, von 9 bis 12 Uhr auf Spielplätzen mit anpacken, wenn Sturmschäden weggeräumt werden. Dabei werden die Helfer von Fachleuten der Stadt begleitet. Mitbringen sollten die Freiwilligen feste Schuhe und Arbeitshandschuhe, Motorsägen und Äxte jedoch nicht.

An diesen Spielplätzen finden die Aufräumaktionen statt:
– Josephinenstr. (Grummer Teiche)
– Hüller Straße
– Gerther Mühlenbach/Auf der Panne
– Hohe Eiche/Volkspark Langendreer
– Laerheide/Sempersiepen
– Lange Malterse

Weitere Spielplätze sollen in den darauffolgenden Wochen folgen. Die insgesamt 300 Spielplätze sind noch gesperrt, mindestens 100 sollen bis Herbst freigegeben werden.

Thorsten Lumma, Leiter des Grünflächenamtes, teilte gestern neue Zahlen zu den beschädigten Bäumen mit. Das Ergebnis ist für jeden Baumfreund niederschmetternd. Allein in der Sturmnacht sind rund 600 Bäume umgestürzt: 360 an den Straßen, 100 an Schulen, 86 an Spielplätzen, 32 auf Friedhöfen, 20 an Sportanlagen. Weitere 662 Bäume sind im Nachhinein gefällt worden, weil sie zu sehr beschädigt waren. Und mehr als 3000 werden in Bälde abgesägt werden müssen, davon allein 2500 an den Straßen. Die Anzahl der insgesamt geschädigten Bäume (auch in Parks und Grünanlagen) schätzt die Stadt auf rund 25.000. Hinzu kommen die in ihrem Ausmaß noch fast völlig unbekannten Verwüstungen in den städtischen Wäldern.--

Wer einen Wald trotz Verbots betritt, muss ein Bußgeld befürchten

Diese sind jetzt noch länger gesperrt als geplant. Der Landesbetrieb Wald und Forst hat die Frist bis September verlängert. Gesperrt sind weiterhin auch die Parks und Grünanlagen. Dieses Verbot, beklagt die Stadt, werde aber von Bürgern trotz der dortigen versteckten Gefahren immer wieder missachtet. Bestraft wird dies zwar nicht, wohl aber trägt die Stadt jetzt nicht mehr das Versicherungsrisiko. Wer hingegen einen Wald trotz Verbots betritt, muss ein Bußgeld befürchten.

Sturmtief „Ela“ wird Bochum noch lange verfolgen. Gerd Werdelmann, Chef des Technischen Betriebes: „Wir sind noch Wochen damit beschäftigt, das Holz aus den Seitenstraßen abzutransportieren.“

Das Spendenkonto der Stadt Bochum besteht bei der Sparkasse. Kontonummer: 1231 000, BLZ: 430 500 01. IBAN: DE39 4305 0001 0001 2310 00, BIC: WELADED1BOC. Verwendungszweck: Spenden Sturmschäden.

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