RuhrSummit

Start-up-Messe in Bochum strebt einen neuen Weltrekord an

Wie im Vorjahr (hier mit Carsten Maschmeyer, re.) ist die Bochumer Jahrhunderthalle wieder Schauplatz der Gründermesse „RuhrSummit“.

Wie im Vorjahr (hier mit Carsten Maschmeyer, re.) ist die Bochumer Jahrhunderthalle wieder Schauplatz der Gründermesse „RuhrSummit“.

Foto: Ingo Otto / FUNKE Foto Services

Bochum/Essen.  „Die Höhle der Löwen“ in Bochum: Bei einer Gründermesse stellen sich Start-up-Firmen möglichen Investoren vor. Ziel: ein neuer Weltrekord.

Die Jahrhunderthalle wird zur „Höhle der Löwen“, wenn am 29./30. Oktober eine der größten Messen für Jungunternehmer in Deutschland eine Neuauflage erlebt. Höllisch wird’s zumindest für drei potenzielle Investoren: Sie spielen die Hauptrolle beim Versuch, in Bochum eine neue Bestmarke für das Guinness-Buch der Weltrekorde aufzustellen. 30 Stunden Geschäftsideen am Stück sind das Ziel.

Das Revier hat sich in den vergangenen Jahren zu einer der dynamischsten Regionen für Neugründungen entwickelt. „Es herrscht Aufbruchstimmung zwischen Rhein und Ruhr“, konstatiert das „Handelsblatt“. Gerade bei der Digitalisierung und im Bereich der Medizintechnik gelten NRW und das Ruhrgebiet auch dank vieler Initiativen von Hochschulen, Politik und Wirtschaft als Zentrum der Gründerszene.

4500 Teilnehmer waren es im Vorjahr

Der „RuhrSummit“ trägt dieser Entwicklung seit drei Jahren Rechnung. 4500 Teilnehmer strömten 2018 in die Jahrhunderthalle. Nun kehrt die Messe in den Westpark zurück. Schirmherr ist NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP). Mitinitiator ist der Initiativkreis Ruhrgebiet. „Wir sind auf dem besten Weg, das Ruhrgebiet zum wichtigsten Hotspot für innovative, technologiegetriebene und industrienahe Start-Ups in Deutschland zu machen“, sagt Geschäftsführer Dirk Opalka. Der „RuhrSummit“ bringe alle wesentlichen Akteure zusammen. „Davon profitieren alle: junge Start-Ups, etablierte Unternehmen, Investoren – und die gesamte Region.“

Zusätzliche Strahlkraft versprechen sich die Organisatoren von dem Weltrekordversuch. Es gilt, den „längsten Business-Pitch der Welt“ zu veranstalten. Als Pitch bezeichnet man das Bewerbungsgespräch eines Neugründers, der bei möglichen Geldgebern für seine Erfindung bzw. Geschäftsidee wirbt. Wie spannend das sein kann, zeigt die TV-Sendung „Die Höhle der Löwen“ u.a. mit Carsten Maschmeyer (er war 2018 Gast auf der Bochumer Messe), mit der Vox außergewöhnlich hohe Einschaltquoten einfährt.

Aktueller Rekord liegt bei 28,5 Stunden

Der aktuelle Pitch-Rekord wurde 2016 in England aufgestellt. 28,5 Stunden sind zu schlagen. Dafür ist Durchhaltevermögen gefragt: Drei Investment-Manager sollen sich 30 Stunden anhören, was mehr oder wenige pfiffige Neugründer zu bieten haben. Den Investoren sind dabei nur kurze Verschnaufpausen vergönnt, in denen sie vertreten werden, berichtet der Regionalverband Ruhr (RVR), der den Weltrekordversuch im Rahmen der Kampagne „Stadt der Städte“ aufzieht.

Nonstop stellen sich derweil die Jungunternehmer mit ihren Plänen vor. Rund 160 sollen es sein. Jeder hat dazu fünf Minuten Zeit. Weitere fünf Minuten sind für eine anschließende Fragerunde vorgesehen. Vertreter des Guinness-Buchs der Weltrekorde haben sich als strenge Aufpasser angekündigt. „Dabei ist es zwingend erforderlich, dass die Investoren während der 30 Stunden ständig anwesend sind“, heißt es in einer Mitteilung.

Einen Gewinner wird es geben

Am 29. Oktober um 10 Uhr geht’s los. Am 30. Oktober um 16 Uhr wäre der Rekord geknackt. Einen Gewinner wird es in jedem Fall geben: Die Investoren sichern zu, am Ende mindestens einen Bewerber als Berater oder Geldgeber zu fördern.

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